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Newsletter Dezember 2020
Liebe Mitglieder, liebe Interessierte

Verein frauenaargau

Worte der Co-Präsidentinnen
Frauen* sichtbar machen. Tönt banal, ist es nicht. In den Geschichtsbüchern kommen Frauen* kaum vor. Auch die heutige Zeit ist vor allem geprägt von Männern für Männer: Unsere von Big Data beherrschte Welt basiert fast ausschliesslich auf männerbezogenen Daten: z. B. falsche Dosierung von Medikamenten, zu niedrige Temperatur in Büros, lange Warteschlangen vor Toiletten... mehr dazu hier. Es ist deshalb sehr wichtig, Frauen* und was Frauen* tun sichtbar zu machen. Erst so werden notwendige Veränderungen möglich.

Der frauenaargau-Newsletter will dazu beitragen.  Und da zurzeit kaum Veranstaltungen stattfinden, ist der Newsletter zudem ein wichtiges Bindeglied, um mit euch im Kontakt bleiben zu können. 

Save the Dates:
  • Wir feiern das (wegen Corona) verschobene 30 Jahre frauenaargau-Jubiläum neu am Samstag, 21. Mai 2022
  • Und am 1. August 2021 wird es auf dem Rütli eine Frauen*-Feier geben - im Jubiläumsjahr 50 Jahre Demokratie für Frauen* und Männer (denn bis dahin war die Schweiz ja für die Hälfte der Bevölkerung keine Demokratie), alle drei Bundesrätinnen sind eingeladen. Organisiert von alliance F, dem Schweizerischen Frauendachverband.
Bist du schon Mitglied bei frauenaargau? Wir haben nämlich erlebt, dass einige Newsletter-Leserinnen ganz erstaunt waren, nicht Mitglied zu sein, wo sie doch immer davon ausgegangen waren, es zu sein. Geht es dir vielleicht auch so? Es würde uns sehr freuen, wenn du dich für eine Mitgliedschaft anmelden und damit Teil dieses wichtigen Frauen*netzwerkes würdest. Zugleich trägst du damit zu einer soliden Basis von frauenaargau bei. Herzlichen Dank!Und vielleicht knüpfst du mit uns an diesem Frauen-Netz, indem du deiner Freundin, Tochter oder Mutter eine Jahresmitgliedschaft bei frauenaargau schenkst, für 30 Franken? Mehr dazu weiter unten.
Wir wünschen euch lichtvolle Adventstage.
Tragt euch Sorge.

Claudia und Amanda

Co-Präsidium frauenaargau

Geschenk-Jahresmitgliedschaft für frauenaargau
Suchst du noch nach einem sinnvollen Geschenk für eine gute Freundin, deine Tochter oder Enkelin? Dann kannst du neu jetzt auch eine Jahresmitgliedschaft für frauenaargau verschenken. Die beschenkte Frau* bekommt von uns einen Willkommensbrief und wird darüber informiert, dass sie von dir diese Jahresmitgliedschaft geschenkt bekommen hat. Nach einem Jahr kann sie sich dann entscheiden, ob sie weiterhin bei frauenaargau dabei sein möchte und sich für eine Mitgliedschaft anmelden. Eine Geschenk-Jahresmitgliedschaft kostet einmalig 30 CHF. Hier findest du das Formular, wo du die Geschenk-Jahresmitgliedschaft online bestellen kannst.


Länderübergreifende virtuelle Meetings zwischen Frauen*: über die Auswirkungen von Corona
Corona hat Auswirkungen auf das Leben von Frauen* auf der ganzen Welt -mehr als Du denkst! Wie gehen wir bei uns in der Schweiz und in anderen Ländern damit um?Cécile Masson, Coach und Kämpferin für Gleichstellung aus den Niederlanden, führte schon während dem Lockdown virtuelle Interviews mit Frauen aus der ganzen Welt. Mehr dazu hier.  

Béa Bieber, Mitglied des OKs "Veranstaltungen von frauenaargau" war Teil dieses Projektes. Schnell hat Cécile Masson festgestellt, dass die Problemstellungen für Frauen* während und durch Corona an vielen Orten die Gleichen waren und noch sind. Um voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und zu ermutigen, politische Inputs zu geben sind grenzüberschreitend vier virtuelle Meetings geplant. Diese werden durch Cécile Masson geführt und am Schluss für politische Vorstösse zusammengefasst. Von Seiten der Niederladen sind sechs Frauen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und sozialem Engagement bei diesem Projekt mit dabei. frauenaargau sucht nun Frauen* aus dem Aargau, die mit dabei sein möchten und die Sicht aus unserem Land vertreten.
Das erste virtuelle Meeting von November wurde verschoben und findet neu statt am:
Samstag, 2. Januar 2021 von 9 bis 12 Uhr
Bist Du interessiert an diesem geführten Dialog, sprichst Deutsch und verstehst Englisch? Möchtest Du Teil sein dieses spannenden, grenzüberschreitenden Projektes, das Schub geben kann für viele Problemlösungen, welche Frauen* durch Corona in beiden Ländern betreffen? Dann melde Dich bei Béa Bieber,
bieber@teleport.ch


Mitglieder Runder Tisch

Bildung und Propstei, Schwerpunkt Frauen* und Gender

Der Atem des Lebens

ATMEN UND BEWEGEN
Sich vom Leben atmen lassen,
empfinden, sammeln und
atmen nach Ilse Middendorf.
13. Dezember 2020, 14:30  bis 16:30 Uhr || Ref. Kirche, Teufenthal || Kosten: 10 CHF || Mehr Infos und Anmeldung hier

Gottesdienst: Gleichberechtigung.Punkt.Amen. Maria Magdala
An jedem 22. im Monat Gottesdienst vor einer anderen Kirchentüre! In den Spuren von Maria von Magdala, der glaubensstarken Verkündigerin der Auferstehung, feiert die Fachstelle Bildung und Propstei zusammen mit verschiedenen Pfarreien im Aargau an jedem 22. des Monats einen Gottesdienst vor der Kirchentüre.
Mit Cäcilia und Kurt Adler-Sacher
22. Dezember 2020, 19:00 Uhr || Kath. Kirche Zuzgen || Mehr Infos hier


Stiftung SWONET


Business&Network Day: Deine Stimme entscheidet – nutze sie!
2009 lancierte SWONET den jährlichen Business&Network Day, um die Vernetzung zwischen den Organisationen und interessierten Frauen*, auch auf der persönlichen Ebene zu fördern. Der Event hat sich mit hochkarätiger Besetzung bei Moderation, Workshopleitung, Referaten und Podium als nationale Veranstaltung positioniert. Jährlich treffen sich zwischen 300-400 Frauen* (Männer sind willkommen), um neben der Teilnahme am Programm, neue Kontakte zu knüpfen und Bestehende zu pflegen.
12. März 2021, 12:30 Uhr || CAMPUSSAAL Kultur + Kongresse, Brugg/Windisch und online || Mehr Infos und Anmeldung hier

BNDHeader

Mitglieder frauenaargau

Hier können Mitglieder von frauenaargau ihre Aktivitäten oder Hinweise platzieren lassen. Schreibe einfach ein Mail an newsletter@frauenaargau.ch.

Workshop: Liebe deine Brüste
Eine liebevolle Brustmassage hat viele positive Effekte. Sie fördert beispielsweise die Durchblutung deines Brustgewebes und angestaute Schlacken werden abgebaut. Deine Brüste haben auch eine wichtige Funktion beim Erwecken deiner weiblichen Lust. Nach einem theoretischen Teil werde ich dich Schritt für Schritt durch die Massage leiten. 
2. Dezember 2020, 19 bis 21 Uhr || Vive la V, Baden oder via Zoom || Ausgleich: 80 Franken || Mehr Infos und Anmeldung bei Sandra Kohler unter: mail@vive-la-v.com

Jahreszeiten-Rituale auf dem Labyrinth unter der Leitung von Ruth Bänziger und Ursa Weiss

Wir stimmen uns ein in die Energie der jeweiligen Jahreszeit. In Verbindung mit den Kräften der Natur und im gemeinsamen Gehen durchs Labyrinth sind wir unterwegs, begegnen uns selbst und den anderen.
18. Dezember 2020, 17 bis ca. 18 Uhr || Tageszentrum Rügel Seengen || ohne Anmeldung || freiwilliger Beitrag
Weitere Daten: 19. März, 18. Juni, 24. September und 17. Dezember 2021 jeweils 17 Uhr und Dauer ca. 1 Std.







Thema Gleichstellung

Helvetia rockt!: Music directory - neue Plattform für Musiker*innen
musicdirectory.ch von Helvetiarockt ist die Plattform für Frauen, inter, non-binäre und trans Menschen in der Schweizer Musikbranche. Dem Argument «Es gibt ja keine Frauen!» setzt musicdirectory.ch entgegen und sagt: «Eben doch – und sogar noch weitaus mehr.» Strukturelle Ungleichheiten das Geschlecht betreffend akzeptiert musicdirectory.ch nicht.
Auch wir Frauen* prägen die Schweizer Musikbranche. Wir sind da. Und wir sind sichtbar.
Zur Plattform musicdirectory.ch geht es hier
Helvetiarockt hat auch eine Diversity Roadmap entwickelt. Diese findet ihr hier


16 Tage gegen Gewalt an Frauen*
Leider musste der Anlass von frauenaargau am 25. November abgesagt werden. Wir empfehlen hier andere Veranstaltungen, die auch virtuell durchgeführt werden und so auch aus der warmen Stube im Aargau besucht werden können. Möchtest du dich selbst über die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen* und den diesjährigen Fokus "Mutterschaft und Gewalt" informieren? Dann kannst du das hier: 16tage.ch

Aufzeichnung: Feministische Perspektiven auf den Wert der Care Arbeit
In unserer Gesellschaft sind vor allem Frauen* für Pflege- und Betreuungsarbeit zuständig. Diese Arbeit geniesst wenig Anerkennung und ist entsprechend nicht oder unterbezahlt. Wie aber können wir Care-Arbeit gerechter organisieren? In ihrem Buch "Schluss mit gratis!" plädiert Sibylle Stillhart dafür, die unbezahlte Arbeit auf die politische Agenda zu setzen. Die Veranstaltung fand am 27.11. statt in der Reihe "Zu Gast" im Rahmen der GESCHLECHT-Ausstellung im Stapferhaus in Lenzburg, wurde aufgezeichnet und kann hier geschaut werden.

Podiumsdiskussion: Gewalt während Schwangerschaft und Geburt
Schätzungsweise jede zweite werdende Mutter ist von psychischer oder physischer Gewalt betroffen. Ein Tabuthema, das wir mit einer Podiumsdiskussion hinsichtlich rechtlicher und gesellschaftlicher Aspekte beleuchten.
Inputreferat von Prof. Dr. iur. Brigitte Tag Zoom-Veranstaltung, Kenncode: 948027
3. Dezember 2020, 18:30 bis 21 Uhr || Online || Mehr Infos hier

Diskussion: Regretting motherhood?
Mutterschaft und Geburt werden immer noch verklärt – "Erfüllung", "Mutterliebe", "reines Glück". Andere Erfahrungen in diesem Kontext sind tabuisiert. Wir wollen einen Abend lang den weniger besprochenen Aspekten von Mutterschaft eine Plattform bieten. Je nach Corona-Situation findet die Veranstaltung auch online statt. Anmeldung unter: niedermitdempatriarchat@gmail.com
4. Dezember 2020, 19 - 21 Uhr || Photobastei, Sihlquai 125, Zürich oder online || Mehr Infos hier

Radiosendung: Muttersein früher und heute
Ein Gespräch zwischen einer jungen Mutter und einer Seniorin über Freuden, Sorgen, Ängste als Mutter. Wo haben sie Unterstützung erfahren, was hingegen als Gewalt empfunden? Die Radiosendung finden sie unter:  stadtfilter.ch/sendungen/33-seniorama Radio Stadtfilter Winterthur UKW 96,3 oder DAB+
6. Dezember 2020, 13 bis 14 Uhr || Radio || Mehr Infos hier

Interview-Podcast: #SGegenGewalt, ein St. Galler Podcast über Gewalt an Frauen*
Eine Interview-Podcast Reihe zum Thema Gewalt an Frauen* im Kanton St. Gallen mit folgenden Gesprächspartner*innen: Regierungsrat Fredy Fässler, eine Mitarbeiterin des Frauenhaus St. Gallen gemeinsam mit einer ehemals gewaltbetroffenen Frau und die schweizweite Kampagnenleiterin Anna-Béatrice Schmaltz.
9. Dezember 2020 || Mehr Infos hier

BiblioTalk: Wenn Schwangerschaft und Geburt verheerende Folgen haben
Häusliche Gewalt in Form von körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt führt zu einer be­son­­­ders bedroh­lichen Form von psychoso­zia­lem Stress. Statt dass das Zuhause ein Ort des Rück­zugs und der Erholung ist und der Partner als un­terstützend erlebt wird, kommt es zum eigent­lichen Horrortrip. My home ist nicht mehr my castle son­dern viel­mehr my prison mit ei­nem unbe­rechen­­baren Wär­ter. Wie können bei der Beratung und Begleitung schwangerer Frauen psychosoziale Stress­fakto­ren und Häusliche Gewalt mitberück­sichtigt werden?  Wie können medizinische Fachpersonen be­troffene Frauen erkennen und unterstüt­zen? Die Fachärztin Dr. Barbara F. Bass berichtet im BiblioTalk aus den Erfahrungen der Frauen­klinik Stad­t­spital Waid und Triemli, die seit 2003 ein Scree­­­­ning zu Häuslicher Gewalt anwendet.
10. Dezember 2020, 18 bis 20 Uhr || online || Mehr Infos und Anmeldung hier


Projektförderung zum 50-jährigen Frauenstimmrecht: jetzt bewerben!
Zum Jubiläumsjahr 2021 des Stimm- und Wahlrechts für Frauen sollen viele kleine und grössere Projekte ins Leben gerufen und unterstützt werden. Zu diesem Zweck fördern alliance F und die Stiftung Mercator Schweiz verschiedene Projekte, die einerseits daran erinnern, dass erst vor 50 Jahren das Stimm- und Wahlrecht für Bürgerinnen mit Schweizer Pass eingeführt wurde. Andererseits machen die Projekte darauf aufmerksam, dass nach wie vor grosse Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern bestehen. Der Kreativität der Projekte sind keine Grenzen gesetzt. Möglich sind Podiumsdiskussionen, Vorträge, Workshops, Theateraufführungen, Kunstaktionen, Flugblattaktionen und vieles mehr. Im Rahmen der Expo Miniature werden kleinere Projekte mit einem finanziellen Beitrag von bis zu 5'000 Franken unterstützt. Neben den «Expo Miniature»-Projekten sollen zwei bis vier grössere Leuchtturmprojekte gezielt gefördert werden. Für die Unterstützung der Projekte stehen insgesamt 300'000 Franken zur Verfügung.Vereine, Kollektive und Einzelpersonen sind eingeladen, ihren Projektantrag einzureichen. Die Projekte werden von alliance F und der Stiftung Mercator Schweiz ausgewählt und begleitet. Alles zur Ausschreibung von Jubilanno21 hier

Zum Auftakt der Debatte im Nationalrat über die Unterzeichnung der europäischen Menschenrechts-Konvention demonstrieren am 12. Juni 1969 Frauenrechtlerinnen in der Eingangshalle des Bundeshauses mit Transparenten und Flugblättern für die Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz. (KEYSTONE/Str)
Ausstellung im Rathaus Aarau:
„50 Jahre Frauenstimmrecht in Aarau“
Die Anfänge in den 1920er Jahren – Abstimmungen 1959 und 1971 – Die Frauen*streiks 1991 und 2019
Fünfzig Jahre ist es her, seit die Schweizer auch den Schweizerinnen das Frauenstimmrecht zugesprochen haben. Wie sahen die Abstimmungskämpfe von 1959 und von 1971 in Aarau aus? Das profilierte Ausstellungsbüro ARTES hat in verschiedenen Archiven spannende Unterlagen und Fotos zum Thema gefunden und dabei entdeckt, dass dieser langwierige Kampf um die Selbstbehauptung der Frau* in den 1920er stark von Aarau aus ging. Dank der engagierten Lehrerin Elisabeth Flühmann, die am Töchterinstitut Aarau wirkte, wurde hier 1919 die erste Schweizer Frauenzeitung herausgegeben. Die Ausstellung thematisiert die heftige Abwehr der Aarauer Männer gegen das Frauenstimmrecht, aber auch den Wandel in der Wahrnehmung der Bedeutung von Frauen* in der Gesellschaft. Und sie lässt die beiden eindrücklichen Frauen*streiks von 1991 und 2019 nochmals aufleben. Eine grafisch inspirierend gestaltete Rückschau, die einige Überraschungen ans Tageslicht bringt.
artes-projekte, Rombach, Kuratorinnen: Dr. Verena Naegele und Sibylle Ehrismann
Bis 14. Februar 2021 || Ausstellung im Rathaus Aarau ||Mehr Infos hier

Frauenstimmrecht aktuelles 03
Sonderausstellung: "Pionierinnen: Eine Würdigung"
1971 – 1980 – 1990 sind nicht nur Jahreszahlen, sondern Meilensteine auf dem Weg zur Gleichstellung der Frauen*. Sie markieren die Einführung des passiven und aktiven Wahl- und Stimmrechts für Frauen* auf der Ebene des Bundes, des Kantons, der Gemeinde und der gesamten Eidgenossenschaft.
Entscheidend sind aber auch die Jahre 1981 und 1988, welche die Verankerung des Gleichstellungsartikels in der Bundesverfassung und die Einführung des neuen Eherechts markierten. Letzteres beruhte nunmehr auf einem partnerschaftlichen Modell der Ehe. Errungenschaften, die uns heute als selbstverständlich erscheinen, mussten erkämpft werden.
Die Stadt Olten und der Kanton Solothurn weisen einige herausragende Frauen* auf, die sich um Themen rund um die Gleichstellung der Geschlechter verdient gemacht haben. Der Blick in die Vergangenheit lässt verschiedene Akteurinnen und einige Akteure auf diesem langen Weg hervortreten.
Doch das Historische Museum Olten hat es sich zur Aufgabe gemacht, noch weiter zurückzublicken. Es präsentiert Frauen* aus mehreren Jahrhunderten, welche die Gesellschaft im Rahmen der damaligen Möglichkeiten mitgestalteten.
30. Oktober 2020 bis 5. April 2021 || Haus der Museen, Olten || Mehr Infos hier


Zeitschrift: Frauenfragen 4.0: Digitalisierung und Geschlecht
Die Digitalisierung baut unsere Gesellschaft um. Sie revolutioniert nicht nur die Art und Weise, wie wir kommunizieren und konsumieren, sondern verändert auch die Arbeitswelt durch Automatisierung, Home-Office, neuen Kompetenzanforderungen und Plattformarbeit. Was bedeutet dieser Wandel aus Geschlechterperspektive? Werden Frauen verstärkt an den Rand gedrängt? Oder kann die Digitalisierung dazu beitragen, Ungleichheiten abzubauen?  Das diesjährige «Frauenfragen» bündelt die aktuellen Debatten zu Digitalisierung und Erwerbsarbeit aus Geschlechterperspektive. Expertinnen aus Wissenschaft, Praxis, Bildung und Politik analysieren aktuelle Entwicklungen und formulieren Handlungsbedarf.
Die Zeitschrift kann hier als pdf runtergeladen werden.

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Kampagne: Helvetia rennt! Frauen im Sport: Jetzt reden wir mit!
Die erste Olympiasiegerin war eine Schweizerin; 1900 gewann Hélène de Pourtalès Gold im Segeln. Was damals eine Rarität war, ist heute die Regel: Sportlerinnen sind höchst erfolgreich. An den Olympischen Sommerspielen in Rio 2016 gewannen Schweizer Athletinnen mehr Medaillen als die Männer. In den Stadien und Hallen, auf den Pisten und Rennbahnen haben die Schweizer Frauen* zahlen- und erfolgsmässig zu den Männern aufgeschlossen. Und trotzdem sind sie in allen Gremien des Schweizer Sports krass untervertreten. Sie werden weniger gefördert, weniger unterstützt und haben schlechtere Trainings-, Spiel- und Reisebedingungen. Auch in der Medienwelt - vor und hinter der Kamera - fehlt die Balance und die Gleichbehandlung zwischen Mann und Frau*. «Helvetia rennt» will das ändern. Schweizerinnen sollen nicht nur im Wettkampf brillieren, sondern auf allen Stufen im Schweizer Sport mitreden und mitbestimmen. Der Gleichstellungsmarathon dauert schon lange, die Ziellinie ist noch nicht in Sicht. Helvetia rennt unermüdlich weiter. Denn sie weiss: Sport muss fair sein. Und Fairness bedeutet auch Gleichstellung. Mehr zur Kamapgne hier.


Übrigens: Eine aktuelle Motion will, dass der Bundesrat eine unabhängige nationale Anlauf- oder Meldestelle aufbaut, bei der sich Athletinnen und Athleten bei jeglichen Missständen im Bereich Sport, sei dies bei physischer und psychischer wie auch sexueller Gewalt, Mobbying oder Machtmissbrauch melden können. Der Ständerat entscheidet am 8. Dezember. 

Kulturtipps

Vitrinen-Ausstellung von Maria Kägi
Bis am 29.12. sind die neuen Werke der Badener Künstlerin Maria Kägi in der Vitrine im Metroshop (gegenüber der Migros, Richtung Haselstrasse) in Baden ausgestellt.

(Bild: Nachtblau von der Website von Maria Kägi)

Theater: Loneliness kills Anna
Eine alte Frau sitzt seit Jahren schwer behindert im Rollstuhl. Sie kann sich schlecht bewegen, das Sprechen fällt ihr schwer. Die soziale Isolation verändert ihre Wahrnehmung. Die Leere wirkt wie ein Hohlspiegel, die Realitäten verschieben sich. Die Einsamkeit der Frau wird monströser als ihre Krankheit. Einzig eine Betreuerin kommt regelmässig zu Besuch. Dann entspinnen sich existentielle Dialoge über das Leben im Vakuum, und durch alles Schwere schimmert fein der Humor.Es ist das erste Theaterstück des Schlagzeugers Peter Conradin Zumthor. Er zeichnet zusammen mit der Pianistin Vera Kappeler auch für die Live-Musik verantwortlich. Ein gleichberechtigtes Zusammenwirken von Licht, Text, Ton, Schauspiel und Raum lässt die Protagonistin wie unter dem Brennglas erscheinen.
4. und 5. Dezember 2020, 20:15 Uhr || ThiK Theater im Kornhaus, Baden || Weiter Infos und Tickets hier


Familientheater - Kapelle Sorelle
: Im Durchzug
Vom Himmel hoch da kommen sie her, der Flug rasant, die Landung schwer. Zwei frischgebackene Örgeli-Ängeli landen im Direktflug mit Sack und Pack auf der Bühne. Eigentlich wollten sie auf der Erde Freude verbreiten und weihnächtlich feiern, doch eine Örgeli-Panne lässt dieses Vorhaben bös scheitern. Mit Engelsfantasie und Scheinheiligkeit helfen sie sich humorvoll aus der Patsche und schaffen es dann doch noch, ihr Bäumli zu installieren und ein paar Weihnachtslieder anzustimmen. Oh Du Fröhliche – ein wahres Geschenk und wahrlich sehr feierlich. Ja freilich. Spiel: Ursina Gregori und Charlotte Wittmer www.kapellesorelle.ch
18. Dezember 2020, 19 Uhr || Cholechäller, Niederlänz || Mehr Infos zum Programm und Ticket hier


Buchtipps für die kalten und kurzen Tage

Für die Winterzeit empfehlen wir folgende interessante und beeindruckende Literatur:

Die Wahrheit über Eva - Die Erfindung der Ungleichheit von Frauen und Männern
Carel van Scheik, Kai Michel Die Wahrheit über Eva

Wie konnte es dazu kommen, dass Frauen um Gleichberechtigung kämpfen müssen? Ist etwas an der herrschenden Ungerechtigkeit «natürlich», wie die Bibel oder die Biologie oft zu erklären scheinen? Von wegen! Die Wahrheit über Eva, über die biblische wie die biologische, zeigt: Ohne die Frauen ist der Erfolg unserer Spezies nicht zu verstehen. Und ihre Unterdrückung war alles andere als Normalität. Das Buch nimmt 2 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte in den Blick und erhellt den Prozess, der Frauen ins Leid stürzte und auch Männern nicht gut tat. Das Buch enthüllt, was bis heute Ehe, Familie und die Sphären der Macht kontaminiert. Die Wahrheit über Eva kann helfen, die Misere der Geschlechter endlich zu beenden. Ein unglaublich aktuelles Buch, das tiefe Einblicke in die Rolle bietet, welche die Religion bei der Aufrechterhaltung traditioneller Geschlechterrollen und Machtstrukturen spielt. Ein Buch voll überraschender, faszinierender, wichtiger und zum Nachdenken anregender Gedanken. Mehr Infos hier



Feuer der FreiheitFeuer der Freiheit
Wolfram Eilenberger 
Das abenteuerliche Leben vier außergewöhnlicher Frauen, die in finsterer Zeit für unsere Freiheit kämpften Simone de Beauvoir, Hannah Arendt, Simone Weil und Ayn Rand. Mit grosser Erzählkunst werden die dramatischen Lebenswege der einflussreichsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts geschildert. Inmitten der Wirren des Zweiten Weltkrieges legen sie als Flüchtlinge und Widerstandskämpferinnen, Verfemte und Erleuchtete das Fundament für eine freie, emanzipierte Gesellschaft. Mehr Infos hier





50 Jahre Frauenstimmrecht - 25 Frauen über Demokratie,
Macht und Gleichberechtigung
- Home [www.isabelrohner.com]
Isabel Rohner (Hg.), Irène Schäppi (Hg.)
Mit Porträts, Gesprächen und Beiträgen von Viola Amherd, Kathrin Bertschy, Margrith Bigler-Eggenberger, Adrienne Corboud Fumagalli, Fanni Fetzer, Fina Girard, Serpentina Hagner, Gardi Hutter, Cloé Jans, Anne-Sophie Keller, Bea Knecht, Elisabeth Kopp, Zita Küng, Lea Lu, Andrea Maihofer, Samira Marti, Christa Rigozzi, Ellen Ringier, Isabel Rohner, Irène Schäppi, Christine Schraner Burgener, Regula Stämpfli, Katja Stauber, Petra Volpe und Nathalie Wappler.
Am 7. Februar 1971 stimmten die Schweizer Männer nach mehreren gescheiterten Plebisziten endlich mehrheitlich für das allgemeine Stimm- und Wahlrecht für Frauen. 50 Jahre danach ziehen 25 Frauen Bilanz und schauen zurück und nach vorne. Der Durchbruch kam spät – viel später als in den Nachbarländern –, doch der Kampf hatte auch in der Schweiz eine lange Geschichte. Warum dauerte es fast 100 Jahre bis zur politischen Gleichberechtigung? Welche Rolle spielt das Stimmrecht heute für Frauen? Wählen Frauen anders? Wie steht es um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Politik, Wirtschaft, Kultur und Öffentlichkeit heute? Was wurde erreicht, wo gibt es Handlungsbedarf? «50 Jahre Frauenstimmrecht» versammelt Texte und Interviews von und mit bekannten Schweizer Frauen aller politischer Couleur und jeden Alters, die sich aus ihren ganz unterschiedlichen Perspektiven mit den Themen Wahlrecht, Demokratie und Gleichberechtigung befassen. Es geht um die Geschichte und Gegenwart, aber vor allem um die Zukunft der Gleichberechtigung – denn es gibt noch immer zu tun! Zum Limmat-Verlag geht es hier oder vor Ort kaufen zum Beispiel im Librium in Baden.

Aarauer Neujahrsblätter 2021Aarauer Neujahrsblätter 2021
Frauen* und Frauengeschichte stehen im Mittelpunkt der Aarauer Neujahrsblätter 2021. Auch in Aarau konnten Frauen* vor 50 Jahren erstmals ihr Stimm- und Wahlrecht wahrnehmen. Ausgehend vom Frauen*streik 2019 beleuchten verschiedene Artikel die Anfänge der politischen Partizipation in Aarau und ihre Protagonistinnen, aktuelle und historische Frauen*bilder und Frauen*rollen mit einer Reihe von Porträts von Personen und Organisationen, von Frauen* in Architektur und Kunst bis zu den klassischen Frauen*berufen und ihrem Umfeld. Thematisiert werden aber auch etwa die kaum existenten Denkmäler für Frauen* in der Stadt. Die 176 Seiten mit 108 Abbildungen gibt es beim "Hier und Jetzt" Verlag für Kultur und Geschichte für 20 Franken. Mehr Infos und bestellen hier



Baobab: Starke Kinder- und Jugendbücher
Baobab heißt der Affenbrotbaum, in dessen Schatten sich die Menschen Geschichten erzählen. Baobab heißt auch das Buchprogramm, in dem Bilderbücher, Kindergeschichten und Jugendromane aus aller Welt in deutscher Übersetzung erscheinen. Bis heute sind knapp 90 Bücher aus 36 Ländern erschienen. Zu den inspirierenden und wunderbar illustrierten Baobab Büchern geht es hier.

Filmtipp: Canción sin nombre
2019, Peru, Melina León
Peru, auf dem Höhepunkt der politischen Krise der 1980er Jahre. Georgina erwartet ihr erstes Kind. Ohne Ressourcen reagiert sie auf die Ankündigung einer Klinik, die schwangeren Frauen kostenlose Unterstützung anbietet. Aber nach der Geburt weigern sie sich, ihr zu sagen, wo ihr Baby ist. Entschlossen, ihre Tochter zu finden, suchte sie die Hilfe des Journalisten Pedro Campos, der sich bereit erklärte, eine Untersuchung einzuleiten.
Der Film kann auf filmingo gemietet werden.


Diverses

Lucify.ch: Internetplattform für zugewanderte Frauen
Lucify.ch ist eine partizipative und interaktive Onlineplattform, welche Informationen und Unterhaltung bietet. Sie ist mehrsprachig, interkulturell und bringt eine weibliche, internationale Perspektive in die schweizerische Medienlandschaft. Auf lucify.ch findet man kurze Videos in Originalton mit deutschen Untertiteln, geschriebene Artikel in verschiedenen Sprachen mit deutscher Übersetzung, mehrsprachige Audiobeiträge, Bilder und Berichte von interkulturellen Events in der Schweiz, sowie regelmässiges Livestreaming von Debatten über sozialpolitische Themen. Die Plattform Lucify.ch ruft auch die BenutzerInnen zur Partizipation auf. Sie können nicht nur Kommentare verfassen, sondern auch selbst Artikel schreiben, die veröffentlicht werden können.
Hier geht es zum Interview mit einer der Gründerinnen und hier geht es direkt zu Lucify.ch

Lucify.ch
Vaterschaftsurlaub tritt ab 1. Januar 2021 in Kraft

Die Schweizer Bevölkerung hat im vergangenen September der Einführung des Vaterschaftsurlaubs zugestimmt. Dieser soll über die Erwerbsersatzordnung (EO) entschädigt werden. Die Gesetzesänderung tritt gemäss Bundesratsbeschluss vom 21. Oktober 2020 auf den 1. Januar 2021 in Kraft. Die entsprechenden Ausführungsbestimmungen sind verabschiedet. Hier geht es zur Medienmitteilung des Bundesrates vom 21. Oktober 2020.

Crowdfunding: Rette das FemInfo
FemInfo, das feministische Magazin mit wissenschaftlichem Blick, steht kurz vor dem Ruin. Hilf mit, das unabhängige Magazin vor dem Budget-Tod zu bewahren: Es ist nicht egal, wer dein Wissen schafft!
Das dreimal jährlich erscheinende FemInfo stellt aktuelle feministische Forschung vor und untersucht gesellschaftsrelevante Themen aus kritisch-feministischer Perspektive. Doch kurz vor der 60. Ausgabe sehen die Zukunftsperspektiven des FemInfo düster aus. Denn obwohl wir einen Grossteil der Arbeit ehrenamtlich erledigen, kann sich der unabhängige Verein Feministische Wissenschaft Schweiz (FemWiss) die Publikation kaum mehr leisten. Müssten wir das Magazin einstellen, würde dies, gerade angesichts des Aufschwungs feministischer Interessen und Engagements auch in der Schweiz, eine traurige Lücke an der Schnittstelle zwischen Forschung und Zivilgesellschaft hinterlassen. Hilf deshalb mit, das FemInfo vor dem Budget-Tod zu retten!
Zum Crowdfunding geht es hier


für frauenaargau
Norina Schenker

www.frauenaargau.ch

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

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5000 Aarau
Schweiz