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Newsletter Februar 2021
Liebe Mitglieder, liebe Interessierte

Verein frauenaargau

Worte von den Co-Präsidentinnen
Im Februar 2021 ist es 50 Jahre her, dass auch die Frauen* das Stimm- und Wahlrecht erhalten haben. Das heisst, die Schweiz war bis 1971 erst eine Vorstufe zur Demokratie, denn das griechische Wort demos heisst Volk (und kratos heisst Herrschaft). Besteht das Volk nur aus Männern? Die Regierungsform hätte korrekterweise vor 1971 Androkratie (Andros = Männer) - also Männer-Herrschaft - genannt werden müssen. Heute haben wir eine Demokratie, aber bei vielem ist es nach wie vor so, dass das, was Männer tun im Zentrum steht und mehr Anerkennung erhält. Was Frauen* tun wurde bisher als weniger wichtig, oft sogar vernachlässigbar, betrachtet.

Das zeigt sich in vielen Gebieten:
  • Bei den Löhnen: z.B. typische „Frauen*berufe“ werden immer noch viel schlechter bezahlt: Beispiel Detailhandelsangestellte (mehr Frauen*) und Bankmitarbeitende (mehr Männer).
  • Bei der Anerkennung einer Tätigkeit: Fachperson Pflege oder Fachpersonen IT erhalten nicht die gleiche Wertschätzung, obwohl beide über ein hohes technisches Knowhow verfügen.
  • Bei den Arbeitsbedingungen: In Tätigkeiten, die überwiegend von Frauen* geleistet wird, z.B. in der Kinderbetreuung und der Pflege, wird zu wenig Personal eingesetzt, wodurch Überlastung droht und dringend benötigte Fachleute den Beruf wechseln 
  • Bei der Sprache: beim Verwenden der männlichen Bezeichnung, auch wenn Frauen* mit dabei sind. Umgekehrt reicht ein einziger Mann – unter vielen Frauen* – und es wird die männliche Form verwendet: z.B. die Athleten, die Politiker. Bei der Sprache gibt es noch viel subtilere Formen, bei denen zum Ausdruck kommt, dass die Männersicht als die Wichtigere gilt: z.B. wenn der Lohn einer Frau* als Zusatzverdienst bezeichnet wird oder wenn eine Mutter und Hausfrau sagt, „sie schaffe nicht“ (dabei leistet sie grad mit kleinen Kindern rund um die Uhr sehr anspruchsvolle Arbeit – aber ohne Lohn!)
Lasst uns im Alltag sichtbar machen und wertschätzen, was Frauen* tun und leisten:
  • mit unserer Sprache, indem wir Frauen* immer bewusst auch erwähnen, egal ob mit Binnen-I (z.B. LehrerInnen) oder mit dem Unterstrich (Lehrer_innen) oder dem Stern (Lehrer*innen) oder einem geschlechtsneutralen Wort wie Lehrpersonen und indem wir z.B. die Arbeit von Müttern keck als Führen eines Kleinstunternehmens bezeichnen oder sie Familienmanagerinnen nennen.
  • Indem wir bei der Suche nach einer Fachperson eine Frau* wählen (z.B. Anwältin oder Ärztin)
  • Indem wir in Sitzungen mit gemischten Teams das, was* Frauen sagen, ernst nehmen und uns darauf beziehen, auch wenn wir uns nachher vielleicht für etwas anderes entscheiden.
Wir haben alle die Möglichkeit aktiv zu werden, sei dies im Kleinen zu Hause und im Grossen am Arbeitsplatz, in der Politik, etc. Wir Frauen* haben es in der Hand, mit hartnäckigem und mutigem Handeln uns für uns selber und die Frauen* allgemein einzusetzen. Nur Dank vielen engagierten Frauen* vor uns wurde möglich , was wir heute bereits erreicht haben.

Claudia und Amanda

Co-Präsidium frauenaargau

Schriftliche Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung wird in diesem Jahr schriftlich durchgeführt. Die Mitglieder erhalten im Februar die Abstimmungsunterlagen und den elektronischen Link zu den Unterlagen.
Hast du unseren Newsletter abonniert, bist aber noch nicht Mitglied und unglücklich, weil du nicht mitbestimmen kannst? Dann kannst du hier Mitglied werden.

Glarus, GL: Frauen nehmen erstmals an der Landsgemeinde teil (Quelle: dodis.ch)

Länderübergreifende virtuelle Meetings erhält Unterstützung von Swisslos

Corona hat Auswirkungen auf das Leben von Frauen* auf der ganzen Welt - mehr als Du denkst! Wie gehen wir bei uns in der Schweiz und in anderen Ländern damit um? Cécile Masson, Coach und Kämpferin für Gleichstellung aus den Niederlanden, führte schon während dem Lockdown virtuelle Interviews mit Frauen aus der ganzen Welt. Nun hat das Projekt Untestützung von Swisslos erhalten und kann starten. Die ersten Termine mussten leider verschoben werden. Sobald ein nächster Termin steht, werden wir ihn auf der Website www.frauenaargau.ch publizieren.
Anmeldung und weitere Infos bei Béa Bieber: bieber@teleport.ch


Mitglieder Runder Tisch

Mitgliedsorganisationen des Runden Tischs
Der Runde Tisch der Frauen*organisationen, Fachstellen, Vereine, Parteien und Gewerkschaften im Kanton Aargau trifft sich zwei Mal jährlich unter der Leitung von frauenaargau. Ziel ist die Vernetzung, der Austausch und die Stärkung der Zusammenarbeit der Mitgliedersorganisationen. Das nächste Treffen findet am 21. April 2021 um 19 Uhr online statt.
Hier möchten wir euch die Mitgliedsorganisationen einmal vorstellen. Die Organisationsnamen sind alle mit ihren Webauftritten verlinkt, falls ihr noch weitere Infos wollt.

Aargauische Evangelische Frauenhilfe (AEF)
Seit 110 Jahren gibt die Aargauische Evangelische Frauenhilfe benachteiligten Frauen* eine Stimme – aktuell durch kostenlose Budget- und Sozialberatungen.


Aargauischer Gewerkschaftsbund (AGB)
Der Aargauische Gewerkschaftsbund (AGB) vereint 13 Gewerkschaften mit fast 20'000 Mitgliedern. Der AGB ist der kantonale Zusammenschluss des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), der grössten Arbeitnehmendenorganisation der Schweiz. 

Aargauischer Katholischer Frauenbund (AKF)
Der AKF trägt, vernetzt, stärkt, bildet!  Der Impuls 2017 - 2021 im ganzen Schweiz. Kath. Frauenbund heisst make up! und ruft zu einem sinnstiftenden Umgang mit den Fragen unserer Zeit auf. Hinter make up! verbirgt sich die Haltung, freiwilliges Engagement mit Begeisterung anzugehen. Wir möchten Gesellschaft aktiv mitgestalten und setzen uns als grosses Freiwilligennetzwerk bis 2021 mit den Themen: mit Flüchtlingen, Care sowie Schöpfung und Wandel auseinander.

Aargauischer Landfrauenverband (ALFV)
Der Aargauische Landfrauenverband ALFV vereinigt Bäuerinnen und Frauen* aus dem ländlichen Raum des ganzen Kantons, organisiert Weiterbildungskurse und Vorträge, setzt sich mit sozial- und agrarpolitischen Fragen auseinander, pflegt den Gedankenaustausch und Geselligkeit, unterstützt soziales Wirken und den Dienst am Menschen, macht Angebote von Reisen und Exkursionen und beteiligt sich an Ausstellungen.

Bildung und Propstei - Bereich Frauen* und Gender
Für die Annäherung an diese Vision und das gleichberechtigte Mitgestalten der Kirche durch Frauen*, sowie Raum für ihre Lebenserfahrungen und ihre Spiritualität auf allen Ebenen steht der Bereich Frauen* und Gender und bietet Bildung für feministisch-theologische Bildungsarbeit für Leib und Seele, ist Kontakt-, Informations- und Anlaufstelle für Frauen* in der Kirche, arbeitet mit Frauen*- und Gleichstellungsorganisationen zusammen und bezieht Stellung zu kirchlichen und frauen*politischen Themen.


Business and Professional Women (BPW) Baden
Der BPW Club Baden ist als Verein organisiert und zählt zurzeit rund 50 Mitglieder, engagierte selbständig tätige Unternehmerinnen sowie Berufsfrauen in Kaderpositionen in den verschiedensten Branchen und Wirtschaftsbereichen, die sich monatlich zum beruflichen Austausch treffen und unter welchen sehr oft auch private Freundschaften entstehen.

CVP Frauen Aargau
Politisch engagierte Frauen* der Partei CVP.


EVP Kanton Aargau
Politisch engagierte Frauen* der Partei EVP.

Fachstelle Frauen, Männer, Gender der reformierten Landeskirche Aargau
Aufgaben und Ziele der Fachstelle sind die Förderung von genderbewusstem Arbeiten in der Landeskirche, Beratung von Gremien und Kirchgemeinden in Gleichstellungsfragen und sie ist verantwortlich für das Präventionsprojekt "Respektvoll und wertschätzend miteinander umgehen - Schutz vor Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen in der Reformierten Landeskirche Aargau".

FDP Frauen Kanton Aargau
Politisch engagierte Frauen* der Partei FDP.

Frauenzentrale Aargau (FZA)
Die Frauenzentrale Aargau ist der Dachverband vieler aargauischer Frauenorganisationen und engagiert sich Non-Profit Organisation für Frauen, Familien und ihr soziales Umfeld sowie für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Grüne Aargau
Politisch engagierte Frauen* der grünen Partei.

Grünliberale Aargau
Politisch engagierte Frauen* der grünliberalen Partei.

K&F Fachstelle Kinder & Familien
Die Dienstleistungen der Fachstelle erfolgen durch qualifiziertes Personal. Es wird darauf geachtet, eine ganzheitliche Sichtweise und lösungsorientierte Beratung anzubieten. Neben themenspezifischen Anliegen werden auch soziale, gesellschaftliche und finanzielle Aspekte berücksichtigt.

SP Frauen Aargau
Politisch engagierte Frauen* der Partei SP.

Stiftung Frauenhaus Aargau-Solothurn
Die Stiftung Frauenhaus AG-SO betreibt zwei Betriebe: Das Frauenhaus AG-SO schützt und unterstützt gewaltbetroffene, traumatisierte und bedrohte Frauen und ihre Kinder und in der Sozialpädagogischen Wohngruppe Chleematt finden Mädchen und junge Frauen in Krisen ein neues Zuhause bis zu ihrem Ausbildungsabschluss.

Stiftung SWONET – Swiss Women Network
Die Stiftung setzt sich ein für Kommunikation, Kooperation, Vernetzung, grössere Sichtbarkeit und verbindende Zusammenarbeit der Frauen & Frauennetzwerke. Im Bewusstsein, dass wir genderunabhängig unsere Gesellschaft und Umwelt gestalten müssen, vernetzt die Stiftung aktuell 132 Organisationen.

Unia-Frauen Aargau AG-NWS
Wir Unia-Frauen kämpfen für Chancen- und Lohngleichheit aller Geschlechter, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Nulltoleranz gegenüber sexueller Belästigung – auf der Strasse wie am Arbeitsplatz!


Bildung und Propstei, Schwerpunkt Frauen* und Gender

Gottesdienst: Gleichberechtigung.Punkt.Amen. Maria von Magdala
Liturgische Feiern VOR der Kirchentüre! 
An jedem 22. im Monat Gottesdienst vor einer anderen Kirchentüre! In den Spuren von Maria von Magdala, der glaubensstarken Verkündigerin der Auferstehung, feiert die Fachstelle Bildung und Propstei zusammen mit verschiedenen Pfarreien im Aargau an jedem 22. des Monats einen Gottesdienst VOR der Kirchentüre.
Mit Nicola Macchia und Susanne Andrea Birke
22. Februar 2021 || Zeit und Ort werden noch kommuniziert || Mehr Infos hier


Frauenzentrale Aargau (FZA)
Frauenportraits zum 100-jährigen Jubiläum

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Frauenzentrale Aargau veröffentlicht sie im Laufe des Jahres 52 Frauenporträts. Damit will die Frauenzentrale ein Zeichen setzen. Jede Frau* soll ihre Stimme erheben. Stehen wir zu unseren Meinungen und Sichtweisen, denn diese sind wichtig. Wir brauchen alle Stimmen um das Ganze zu sehen.
Zu den Portraits geht es hier.

Stiftung SWONET

Neues Datum: Business & Network Day: Deine Stimme entscheidet – nutze sie!
2009 lancierte SWONET den jährlichen Business&Network Day, um die Vernetzung zwischen den Organisationen und interessierten Frauen*, auch auf der persönlichen Ebene zu fördern. Der Event hat sich mit hochkarätiger Besetzung bei Moderation, Workshopleitung, Referaten und Podium als nationale Veranstaltung positioniert. Jährlich treffen sich zwischen 300-400 Frauen* (Männer sind willkommen), um neben der Teilnahme am Programm, neue Kontakte zu knüpfen und Bestehende zu pflegen.
21. Mai 2021, 12:30 Uhr || CAMPUSSAAL Kultur + Kongresse, Brugg/Windisch und online || Mehr Infos und Anmeldung hier

BNDHeader

Mitglieder frauenaargau

Brief einer Mutter an ihre Tochter
Mitgliedsfrau* Amanda Sager-Lenherr: Meine Mutter hat für die BOA - das FrauenMagazin Schweiz - folgenden Text zum Thema: "50 Jahre Frauenstimm- und Wahlrecht" geschrieben. Zum Brief einer Mutter an ihre Tochter geht es hier.


Andrea Kleger als Friedensrichterin für den Bezirk Baden
Mitgliedsfrau* Andrea Kleger stellt sich zur Wahl als Friedensrichterin im Bezirk Baden, Kreis IV. Neben ihr hat sich noch ein Kandidat der SVP aufstellen lassen. Mehr über Andrea Kleger könnt ihr hier erfahren: www.andrea-kleger.ch

Andrea-Kleger-unscharfer-Hintergrund-kle
Hier können Mitgliedsfrauen* von frauenaargau ihre Aktivitäten oder Hinweise auf Veranstaltungen in ihrer Region platzieren lassen. Einfach ein Mail an newsletter@frauenaargau.ch schreiben.
Wir freuen uns, wenn ihr eure Hinweise hier im Newsletter teilt.

Thema Gleichstellung

13. Aargauer Demokratietage: Frauen* und Politik
Die Aargauer Demokratietage 2021 stehen ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums der Einführung des Frauenstimmrechts. Das digitale Format erlaubt es, die einzelnen Themenblöcke auf vier Tage zu verteilen. Die Veranstaltungen finden im März jeweils am Donnerstag um 16 Uhr statt.
Am ersten Demokratietag, am 4. März, hat die jüngere Frauengeneration das Wort, und zwar an einer vom Medienpartner SWI swissinfo.ch produzierten und live ausgestrahlten Panel-Diskussion zum Thema "Alte Machtfrage, neuer Kampf mit neuen Köpfen". Am 11. März diskutieren Expert*innen aus dem In- und Ausland über die verschiedenen Arten von Quoten in Parlamenten und ihre Auswirkungen. Am 18. März steht die Forschung über die politische Partizipation der Frauen* im Zentrum, und der letzte Demokratietag am 25. März ist Gender-Aspekten in der politischen Bildung gewidmet. Anmelden für die einzelnen Veranstaltungen hier


Hände weg von den Frauenrenten!!!
Habt ihr es schon mitbekommen? Am 29. Januar 2021 hat die Kommission des Ständerates einen AHV-Abbau auf dem Rücken der Frauen* auf den Weg gebracht! Das ist inakzeptabel!           
Das muss verhindert werden: Wir schreiben dem Ständerat einen «offenen Brief». Unterstütze diesen dringenden Appell! Es braucht ein rasches und klares Zeichen an den Ständerat: So nicht!
Alliance f hat übrigens ein "Gleichstellungslegislaturprogramm" für die Politik erarbeitet.
Tschüss generisches Maskulinum

Die Duden-Redaktion hat kürzlich entschieden, im Online-Duden das generische Maskulinum, das Frauen* mitmeint und damit sprachlich unsichtbar macht, abzuschaffen. Das hat vor allem in Deutschland heftige Reaktionen ausgelöst. Auch in der Aaargauer Zeitung wurde am 12. Januar 21 darüber berichtet und die frauensicht setzt sich ebenfalls mit dem Thema auseinander. Es ist wichtig, dass Frauen* auch genannt werden und nicht einfach nur mitgemeint sind. Auch frauenaargau versucht hier immer wieder durch die Sprache die Frauen* zu stärken, indem sie sie bewusst sichtbar macht. Manchmal auch mit einem Zusatz zu einem sächlichen Wort wie "Mitglied". Wir schreiben ganz bewusst von Mitgliedsfrauen*, um das Weibliche zu stärken und einen Gegenpol zum generischen Maskulin zu schaffen.

Das generische Maskulinum ist nicht so neutral, wie seine Befürworter behaupten.
(Bild von frauensicht)

fem!: Virtueller Apéro zum Thema "Gendermedizin" mit Theres Blöchlinger und Irène von Roten
In der 7. Folge des digitalen Formats der feministischen Fakultät beleuchtet Irène von Roten die "Gendermedizin". Es wird vorgängig der Vortrag von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Vera Regitz-Zagrosek angesehen.
Anschließend gibt es die Gelegenheit für die Beteiligten nachzufragen, zu ergänzen, zu widersprechen, weiterzuentwickeln – 1 Stunde. Anschliessend bleibt der virtuelle Raum noch eine halbe Stunde offen für persönlichen Austausch. Wer interessiert ist, fragt hier nach dem Zoom-Link mit dem sie sich einloggen kann. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
4. Februar 2021, 19 bis 20 Uhr || Zoom || Weitere Infos hier

BiblioTalk: Kübra Gümüşay: «Sprache und Sein»
In ihrem Buch «Sprache und Sein» schreibt Kübra Gümüşay von der Macht der Sprache und davon, wie diese unsere Wahrnehmung prägt. Gümüşay ist mehrsprachig aufgewachsen. Jede ihrer Sprachen – Deutsch, Türkisch und Englisch – erfasst für sie eine andere Facette der Realität: «Es ist für mich nahezu physisch spürbar, wie sehr Sprache uns die Welt eröffnen kann – aber auch wie be- grenzt und einengend sie sein kann». Gümüşay ist Initiatorin zahlreicher Kampagnen und Vereine – unter anderem der Antirassismus- Kampagne #SchauHin, des feministischen Bündnisses #ausnahmslos und der Kampagne «Organisierte Liebe». Die Autorin setzt sich seit vielen Jahren für die Gleichberechtigung und für Diskurse auf Augenhöhe ein.
11. Februar 2021, 20 bis 21:30 Uhr || Online || kostenlos || Anmeldung bis 7. Februar 2021 hier

fem! Online-Workshop: "Die eigene Macht ausloten" mit Zita Küng
Frau* und Macht ist nach wie vor keine selbstverständliche Verbindung: viele schwanken zwischen Allmacht und Ohnmacht. Wie können wir uns dem Thema annähern und einen bewussten Umgang mit dem Thema Macht finden. Die Überlegungen von Eva Renate Schmidt zeigen auf, dass es unterschiedliche Machtquellen und Machtbasen gibt. Jede Frau* schätzt ihre Möglichkeiten in verschiedenen Konstellationen ein und findet so ein aktuelles Machtprofil. Nicht für immer – aber für jetzt. 
Das Online-Training ist Praxisbezogen und hat Workshop-Charakter. Angesprochen sind alle Frauen*, die sich mit dem Thema Macht auseinandersetzen – und all jene, die Einfluss nehmen wollen.
19. Februar 2021, 18 bis 21 Uhr || Zoom || Beitrag 45 – 75 CHF (nach Selbsteinschätzung) || Weitere Infos und Anmeldung hier

Hommage 2021 - Eröffnung und Verschiebung
Am 7. Februar 1971 werfen zwei Drittel der Schweizer Stimmbürger ein JA in die Urne, ein JA zur Einführung des Stimm- und Wahlrechts für die Frauen. Hommage 2021 ehrt 50 Jahre danach auf den Tag genau mit einer Ausstellung je zwei Pionierinnen aus allen Kantonen in der Berner Altstadt. Die Ausstellung der 52 Porträts an den Hausfassaden zwischen Münstergasse, Herrengasse und Münsterplatz in Bern beginnt leise und ohne Vernissage am 7. Februar 2021. Sie lädt zu einem individuellen Spaziergang durch die Altstadt Richtung Münster ein. Die geplante Projektion auf dem Bundesplatz muss aufgrund der aktuellen Lage verschoben werden. Verschiedene Szenarien, Durchführungsmodi und Alternativdaten sind derzeit in Abklärung.

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Ausstellung: „50 Jahre Frauenstimmrecht in Aarau“ bis Ende März verlängert
Die Ausstellung im Rathaus Aarau gehört zu den wenigen Dingen, die trotz der Corona-Massnahmen offen und zugänglich sind. Nun wird sie dank des erfreulichen Publikums-Interesses bis zum 26. März verlängert.
Fünfzig Jahre sind es nun her, seit die Schweizer auch den Schweizerinnen das Stimmrecht zugesprochen haben. Wie sahen die Abstimmungskämpfe von 1959 und von 1971 in Aarau aus? Das profilierte Ausstellungsbüro ARTES hat in verschiedenen Archiven spannende Unterlagen und Fotos zum Thema gefunden und dabei entdeckt, dass dieser langwierige Kampf um die Selbstbehauptung der Frau in den 1920er stark von Aarau aus ging.
Dank der engagierten Lehrerin Elisabeth Flühmann, die am Töchterinstitut Aarau wirkte, wurde hier 1919 die erste Schweizer Frauenzeitung herausgegeben. Die Ausstellung thematisiert die heftige Abwehr der Aarauer Männer gegen das Frauenstimmrecht, aber auch den Wandel in der Wahrnehmung der Bedeutung von Frauen in der Gesellschaft. Und sie lässt die beiden eindrücklichen Frauenstreiks von 1991 und 2019 nochmals aufleben. Eine grafisch inspirierend gestaltete Rückschau, die einige Überraschungen ans Tageslicht bringt. Weitere Infos hier


Neues Bulletin zum Stimmrechtsjubiläum der Frauen*
Mehrere Vorstösse, zahlreiche Komitees und viel Engagement waren nötig, bis die Schweizer Frauen* endlich das Stimm- und Wahlrecht erhielten. Am 7. Februar 1971 war es dann soweit: Frau war Staatsbürgerin!
Mit dem neuesten Bulletin der Frauenzentrale Zürich halten wir inne, um diesen Moment zu feiern. Erlebe den herausfordernden Weg zum Stimmrecht aus der Sicht zweier Historikerinnen mit und teste dein Wissen im Stimmrechts-Quiz!


Kulturtipps

Sicher bis Ende Februar werden wir weiterhin viel Zeit zuhause verbringen. Es gibt trotzdem viel Kultur von zuhause aus zu entdecken... und wenn ihr nicht mehr lesen mögt, dann gibt es hier was für die Ohren. Viele tolle Podcasts für und von Frauen*.

Podcast: Die Podcastin
Wie werden Frauen* sichtbar? Warum fragen Frauen* während Männer antworten? Und was haben die Bilder über Krieg, Wirtschaft oder Kunst mit Gender zu tun? Die politische Philosophin Regula Stämpfli und die Publizistin Isabel Rohner – beide Doktorinnen ihres Fachs – sprechen über Frauen*. laStaempfli und die Rohnerin, so ihre Namen in den
sozialen Medien, räumen in ihrem Wochenrückblick gnadenlos mit Kitsch und Klischees auf: Messerscharf, politisch und unterhaltsam. Zu hören gibt es die Podcastin über ihre Website oder Spotify.


Podcast: Geschlechterfragen

Aus bekannten Gründen konnte die Ausstellung des Stapferhauses nicht gestartet werden. Deshalb wurde das Gespräch mit Radio Argovia als Podcast produziert. In der ersten Folge sprechen die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm und der Philosoph Björn Vedder über die Rollenverteilung in der Erziehung und was sie mit dem Geschlecht zu tun hat. Das Gespräch hören Sie auf der Website des Stapferhauses und überall wo es Podcasts gibt, zum Beispiel auf Spotify oder iTunes.
Am 7. Februar 2021 jährt sich die Einführung des Frauenstimmrechts zum 50. Mal. Zu diesem Anlass findet das nächste Geschlechterfragen-Gespräch mit der Historikerin Caroline Arni statt. Der Podcast davon erscheint pünktlich am Tag des Jubiläums.  Fragen zum Thema Frauenstimmrecht können an den Projektleiter Alain Gloor geschickt werden: Mail.


Podcast: Faust und Kupfer
Feministmus ist Einstellung, Überzeugung, Ideologie und Popkultur. Über all das und mehr sprechen Lisa Christ (Slam Poetin & Kabarettistin) und die Aargauerin Miriam Suter (freischaffende Journalistin) einmal im Monat. Die beiden unterhalten sich dabei auch immer wieder einmal mit Gästen zu aktuellen Themen wie zum Beispiel intersektionaler Feminismus, Pflege in Zeiten von Corona, toxische Männlichkeit oder den Vaterschaftsurlaub. Auch diesen Podcast könnt ihr auf verschiedenen Plattformen hören: hier, hier oder hier ;-)



Podcast: Wort. Macht. Widerstand
Ein ganz neuer Podcast von Man­dy Abou Shoak. Sie spricht mit Menschenrechtsaktivist*innen über gesellschaftliche Ungerechtigkeiten. Die Aktivist*innen geben Einblick in ihre Welt und Widerstandspraxen und bestimmen jeweils, mit wem sich Mandy in der nächsten Folge unterhalten soll. Das erste Gespräch hat sie mit Jovita dos Santos Pinto geführt und sich mit ihr über Rassismus, die Black Lives Matter Bewegung und Racial Profiling unterhalten. Hören könnt ihr den Podcast auf ihrer Website www.justhis.ch oder auf Spotify

Buch: "Der Tag, an dem die Männer Nein sagten" von Clare O'Dea
Zweifellos ist es gut, 50 Jahre Frauenstimmrecht zu feiern. Dabei sollten wir allerdings nicht den Tag vergessen, an dem die Männer Nein sagten – am 1. Februar 1959. In Clare O'Deas historischen Roman, der sich von morgens bis abends dieses verlorenen Abstimmungssonntags abspielt, verfolgen wir die Geschichte von vier Frauen*, die durch das Schicksal eines Verdingbuben verbunden sind. Währenddessen sich die Männer auf die Abstimmung vorbereiten, haben Frauen ganz andere Sorgen – die meisten zumindest.

Clare O'Dea hat die Geschichte auf Englisch geschrieben. Dank der Unterstützung über Wemakeit konnte sie, das Buch nun auf Deutsch, Französisch und Italienisch übersetzen und publizieren. Am 1. Februar 2021 findet der Buch Launch online statt. Mehr Infos hier


Café Littéraire: "Der Sprung" von Simone Lappert
Simone Lappert erzählt in ihrem Roman "Der Sprung" (Diogenes 2019) mit Esprit, Sinnlichkeit und Humor vom fragilen Gleichgewicht unserer Gegenwart. Eine junge Frau* steht auf einem Dach und weigert sich herunterzukommen. Will sie springen? Für Finn, der sie liebt, und neun andere Menschen, deren Wege sich mit dem von Manu kreuzen, ist danach nichts mehr wie zuvor. Sie fallen aus den Routinen ihres Alltags, verlieren den Halt – oder stürzen sich in eine nicht mehr für möglich gehaltene Freiheit. Eine Kooperationsveranstaltung des Literaturhauses mit der Kulturkommission Lenzburg.

28. Februar 2021, 11:15 bis 12:45 Uhr || Digital || Kosten: 10 CHF || Tickets und weitere Infos hier

Diverses

Solidarität mit dem Unverpacktladen Aarau
Hilferuf von Unverpackt Aarau, einem kleinen, feinen, nachhaltigen Lädeli, das von Frauen* geführt wird. Wie der Name sagt, verkaufen sie alles ohne Verpackung und legen Wert auf nachhaltig produzierte Ware. Sie haben wegen Corona grosse Umsatzeinbussen und bitten um Unterstützung. Mögliche Hilfen: Dort einkaufen und/oder Spenden (sie benötigen bis Ende Februar Fr. 15`000.- Spenden, um überleben zu können). Hier geht es zum Online-Shop von Unverpackt Aarau. Spenden an: Raiffeisenbank Aarau-Lenzburg, IBAN CH06 8080 8006 8344 2415 3, Vermerk: Covid-19


SAVE THE DATE: Fest "10 Jahre GrossmütterRevolution (+1)"

Das Fest musste coronabedingt um ein Jahr verschoben werden. Am 2. September 2021 ab 16 Uhr will die GrossmütterRevolution in diesem Jahr aber feiern und lädt ein ins Kulturzentrum Heitere Fahne in Wabern bei Bern. Also, unbedingt das Datum vormerken.

Vulva-Skulptur sorgt für Kontroverse in Brasilien
Eine mehr als 30 Meter große Vulva-Skulptur namens "Die Diva" hat in Brasilien Aufsehen erregt. Während die einen sie als wichtiges Zeichen für Frauen in der Bolsonaro-Ära halten, sorgt sie bei anderen für Empörung. Mehr zur Vulva-Skulptur hier

Vulva-Skulptur sorgt für Kontroverse in Brasilien – "Ein Erfolg"  . Die Skulptur von Juliana Notari: Die "Diva" ist 33 Meter hoch, 16 Meter breit und sechs Meter tief. (Quelle: Juliana Notari/Facebook)
Bild: Juliana Notari (Facebook)

Artikel Republik: "Die Krise der Frauen" von Olivia Kühni
"Wirtschaftskrisen treffen Männer üblicherweise härter als Frauen. In der Pandemie ist es umgekehrt. Woran das liegt – und welche prekären Folgen es haben könnte. Die Zahlen aus den USA sind so deutlich, dass sich viele Menschen Sorgen machen. «Hätten wir einen Alarm­knopf, würden wir ihn jetzt drücken», sagt etwa eine Expertin, die sich für Frauen in der Arbeits­welt einsetzt. Seit Sommer haben die amerikanischen Frauen zu Hundert­tausenden ihren Job verloren oder ihre Erwerbs­arbeit aufgegeben..." Zum Artikel geht es hier
für frauenaargau
Norina Schenker

www.frauenaargau.ch

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