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Newsletter April 2021
Liebe Mitglieder, liebe Interessierte

Verein frauenaargau

Worte der Co-Präsidentinnen
Die Zukunft funktioniert so: Es wird nur von Personen und Ereignissen geredet und in den Schulen gelehrt, an die man sich erinnert. Das heisst, nur wenn sie irgendwo erwähnt sind, dadurch bekannt und auch nachweisbar sind.

Männer werden befragt, erschöpfte Männer ausgestellt, über zweifelnde Männer werden Bücher geschrieben. Und wo sind die Geschichten der anderen Hälfte der Weltbevölkerung? Die fehlen sehr oft. Gab es im 20. Jahrhundert weibliche Architektinnen? Vor 50 Jahren hätten wir kaum etwas dazu in Archiven gefunden, heute gibt es viel mehr Material dazu. So ist heute im ETH-Archiv in Zürich einiges zu finden zur Architektin Lisbeth Sachs, die mit ihrem Kurtheater Baden berühmt geworden ist. Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass Frauen sichtbar gemacht werden.
Marthe Gosteli hat eine riesige Menge an Dokumenten von Frauen und ihren Engagements zusammengetragen. Ihr Privat-Archiv - das Gosteli Archiv - in Worblaufen wurde im Januar 2021 mit Bundesgeldern gerettet.
Heute befindet sich der wichtigste Ort der Erinnerungen vermutlich in digitalen Nachschlagwerken, z.B. bei Wikipedia. Und da sind zurzeit 90 Prozent der Schreibenden Männer und 75 % der Einträge handeln von Männern. Es fehlen Schreiberinnen und Frauen-Biografien. Das nennt man WikiGap. Den entsprechenden Eintrag im Wikipedia gibt’s noch nicht in Deutsch. Möchtest du das ändern? Hier ein paar Anleitungs-Videos dazu.
Es gibt eine WikiGap-Kampagne seit 2018. Mit Edit-a-thon «Frauen für Wikipedia» machen Journalist*innen und Medienleute an Schreiber*innen-Treffen Frauen sichtbar. Ein Bericht dazu. Infos zum nächsten Edit-a-thon.

Für Anfänger*innen eignen sich die Wikipedia-Ateliers, die auch “offenes Editieren” oder Schreibwerkstatt genannt werden.
Das nächste Atelier findet am Sa 28. August bei der Gosteli-Stiftung in Worblaufen mit dem Schwerpunktthema “Biografische Notizen” statt. Anmeldung hier.
Schreibst du gerne und möchtest dich für mehr Sichtbarkeit von Frauen einsetzen? Der Newsletter von Who writes history? hält dich auf dem Laufenden. Anmeldung hier.
Falls du lieber Briefe schreibst, darfst du auch gerne bei unserer Aktion "frauenaargau Brieffreundschaften" teilnehmen.

Claudia und Amanda

Co-Präsidium frauenaargau

Ergebnisse der Mitgliederversammlung
Es freut uns sehr, dass 42 Mitglieder an der schriftlichen MV teilgenommen haben und alle Traktanden einstimmig angenommen wurden, bis auf je eine Enthaltung beim Protokoll und beim Budget. Der Jahresbericht 2020 wird auf unserer Website aufgeschaltet. Wir bedanken uns herzlich bei den Mitgliedern, die ausserordentlich per Briefpost oder online abgestimmt haben und auch für die lieben Feedbacks für das Video des Vorstands.

Ausbilck auf das Jahr 2021:
Der Newsletter wird weiterhin monatlich verschickt. Aktuelle Informationen/Veranstaltungen sind via Newsletter und auf der Website ersichtlich. Letztes Jahr konnten die beiden runden Tische aufgrund der Corona-Situation nicht durchgeführt werden. Der nächste
Runde Tisch findet am 21. April 2021 online statt.


frauenaargau Brieffreundschaften

Hast du Lust mal wieder einen Brief zu schreiben und an dich persönlich adressierte Briefe zu lesen? Hast du Lust eine Frau*, die du noch nicht kennst über Briefe kennenzulernen, dich auszutauschen und vielleicht sogar über eine längere Zeit eine Brieffreundschaft einzugehen? Dann schreib uns einen Brief an Verein frauenaargau, 5000 Aarau oder eine Mail mit deiner Adresse an info@frauenaargau. frauenaargau schickt dir dann die Adresse einer Frau* (oder mehrerer Frauen*, wenn du das wünschst). Dabei versuchen wir darauf zu schauen, dass ihr nicht aus dem gleichen Dorf oder der gleichen Region seid. An dieser Aktion können alle interessierten Frauen* teilnehmen, nicht nur Mitgliedsfrauen*.

Bild:von Debby Hudson von unsplash

Spezialführung durch Ausstellung für fünf Frauen*
Leider durften nur fünf Mitgliedsfrauen* an der Spezialführung durch die Ausstellung zum 50-jährigen Frauenstimmrecht im Rathaus Aarau teilnehmen. Für alle anderen, die nicht teilnehmen konnten und die sich trotzdem einen Eindruck verschaffen möchten, wurden fleissig Fotos gemacht und sind auf unserer Website zu betrachten. Danke an Dr. Verena Naegele für die interessante Führung!


Start des internationalen Austauschs ist erfolgt
Bea Bieber berichtet vom ersten internationalen Austausch über Instagram. Am Austausch haben Frauen* aus dem Aargau und aus Zeeland (NL) teilgenommen und sich mit den Fragen beschäftigt, welche Auswirkungen Covid-19 auf die Gesellschaft und insbesondere auf Frauen* hat. Sie gingen dabei auch der Frage nach, welche neuen Ansätze für Leadership es gibt, um die nötige Diversität zu finden. Es war ein gelungener Auftakt und es warten noch weitere Termine auf die Frauen*. Wir sind gespannt, von welchen Ergebnissen sie weiter berichten können.
In einem EU-Bericht steht, dass Corona die Gleichstellung um Jahre zurückwerfen wird. Einen Artikel zum Bericht gibt es hier zu lesen. Wir setzen auf jeden Fall Gegensteuer!


Mitglieder Runder Tisch

Bildung und Propstei, Schwerpunkt Frauen* und Gender
Gottesdienst: Gleichberechtigung.Punkt.Amen. Maria von Magdala
An jedem 22. im Monat Gottesdienst vor einer anderen Kirchentüre! Damit das Feuer der vielen Initiativen wie „Gleichberechtigung. Punkt, Amen“, „Maria 2.0“, das Donnerstagsgebet von Kloster Fahr oder „Wir haben es satt“ weiter brennt, feiern wir vor der Kirchentüre, um den Skandal weithin sichtbar zu machen.
Mit Stefan Günter und Claudia Mennen.
22. April 2021, 18:30 Uhr || VOR der Kath. Kirche (Verena-Münster), Bad Zurzach || Mehr Infos hier

frauenrechte beider Basel
Wir freuen uns die frauenrechte beider Basel bei frauenaargau als neue Mitgliedsorganisation begrüssen zu dürfen.
frauenrechte beider basel streben gleiche Chancen für Frauen* und Männer in allen Lebensbereichen an. frauenrechte beider basel setzen sich ein für die Stärkung des Einflusses von Frauen* in der politischen Auseinandersetzung und bietet ein Forum für Diskussion und Meinungsbildung unter Frauen*. Ziel ist eine demokratische, geschlechtergerechte Gesellschaft. frauenrechte beider basel sind parteipolitisch und konfessionell unabhängig und gehören als Sektion dem Schweizerischen Verband für Frauenrechte svf-adf an, siehe auch Statuten frbb.

Stiftung SWONET

Business & Network Day: Deine Stimme entscheidet – nutze sie!
Der jährliche Business&Network Day wurde wegen der Pandemie in den September verschoben.
3. September 2021, 12:30 Uhr || CAMPUSSAAL Kultur + Kongresse, Brugg/Windisch und online || Mehr Infos und Anmeldung hier

Mitglieder frauenaargau

Hier können Mitgliedsfrauen* von frauenaargau ihre Aktivitäten oder Hinweise auf Veranstaltungen in ihrer Region platzieren lassen. Einfach ein Mail an newsletter@frauenaargau.ch schreiben. Wir freuen uns, wenn ihr eure Hinweise hier im Newsletter teilt.

Buchtipp von Amanda
Wie frei und gleichberechtigt sind wir? Margarete Stokowski (1986) zeigt, wie Rollenbilder und Schamgefühle uns einschränken – und dass wir sie loswerden können. Mit scharfsinnigem Blick auf die Details gelingt ihr ein persönliches und provokantes, witziges und befreiendes Buch.
[Herunterladen] Untenrum frei von Margarete Stokowski ...
Rezension des Buches von Miriam von "Die Schreibmachine.net":¨
"Wer dachte, dass es in diesem Jahrtausend keine verstaubten Sextipps für Frauen mehr gibt, irrt gewaltig. In ihrem Buch „Untenrum frei“ zitiert Autorin Margarete Stokowski einen Liebesratgeber aus den 00er-Jahren, der bekloppter kaum sein könnte. Darin steht unter anderem:
„Sie haben jederzeit die Freiheit, nein zum Sex zu sagen, aber bedenken Sie dabei auch, dass es zur Liebe gehört, füreinander da zu sein, auch wenn man manchmal am liebsten ganz woanders sein möchte.“
Äh, ernsthaft? Damit aber noch nicht genug. Auch fürs Flirten bietet dieser Liebesratgeber groteske Tipps.
„Wenn Sie beim nächsten Mal in der Gegenwart eines Mannes etwas trinken, stecken Sie die Zunge ein winziges Stückchen heraus und halten sie an den Rand des Glases oder der Tasse. Ich garantiere, dass er darauf reagieren wird.“
Der Ratgeber zeichnet ein Frauenbild aus der Hölle. Aber auch die Männer kommen dabei keineswegs gut weg. Was macht das nur mit Menschen, wenn sie solche Tipps lesen, sie für normal halten? Das fragt sich Margarete Stokowski zurecht. Das Fatale: Nicht nur dieser Ratgeber, sondern auch Magazine für Frauen und die “Bravo” geben die unmöglichsten Tipps, wenn es um Sex und den Körper geht. „Last Minute Tipps für den perfekten Strandbauch“ – wie oft tauchen solche Zeilen im Sommer auf!"
Die Rezension geht hier weiter.

Thema Gleichstellung

Sexismus bei Tamedia und in der Politik
Journalistinnen und Politikerinnen fordern Abschaffung der Misstände und Massnahmen für mehr Geschlechtergerechtigkeit. In einem Brief von einigen Journalistinnen an die Geschäftsführung von Tamedia standen unter anderem folgende Zeilen: "Erneut haben mehrere talentierte, erfahrene Frauen gekündigt. Sie gehen aus Resignation und Frustration darüber, dass sich die Situation für die Frauen auf den Tamedia-Redaktionen trotz anderslautender Statements nicht verbessert. Im Gegenteil. Frauen werden ausgebremst, zurechtgewiesen oder eingeschüchtert. Sie werden in Sitzungen abgeklemmt, kommen weniger zu Wort, ihre Vorschläge werden nicht ernst genommen oder lächerlich gemacht. Frauen werden seltener gefördert und oft schlechter entlohnt..." Der Brief ist hier veröffentlicht.
In der Republik schildern darauf vier Frauen* den ganz alltäglichen Rassismus und Sexismus in der Schweizer Politik. Wie sie angefeindet werden, was sie darüber denken und wie sie sich wehren könnt ihr hier lesen.

Die vier Politikerinnen Ezgi Akyol, Yvonne Apiyo Brändle-Amolo, Sibel Arslan und Sarah Akanji (von links).
Bild von Johanna Hullár aus der Repbulik


Neue Plattform für feministische Ökonomie
Mit Economiefeministe entsteht ein Ort, an dem ökonomisches Wissen aus feministischer Perspektive gesammelt, systematisiert, geschaffen, vermittelt und diskutiert wird. Für die Schweiz und darüber hinaus dient Economiefeministe dem Wissensaustausch, der Zusammenarbeit und der Vernetzung von Wissenschafter*innen, Aktivist*innen, Gruppen, Institutionen und weiteren Interessierten. Wir erarbeiten Grundlagenwissen, entwickeln Bildungsangebote und machen Veranstaltungen. Mehr zu den Projekten und Angeboten von Economiefeministe und wie du mitmachen oder sie unterstützen könntest findest du hier.

Plattform feministische Ökonomie
Wer ist Kamala Harris?
Was prägte sie? Für was steht sie? Und wohin will sie?
Die erste Vizepräsidentin der USA natürlich. Als Tochter einer Inderin und eines Jamaikaners ist sie in den 60er und 70er Jahren in Kalifornien aufgewachsen. Als Attorney General von Kalifornien, dann als US-Senatorin und schließlich als Vizepräsidentin an der Seite von Joe Biden prägt sie die amerikanische Politik. Nun ist ihre Biografie erschienen und SRF und NZZ berichteten bereits darüber. Zu kaufen gibt es die Biografie in Deutsch im Heyne Verlag. Mehr Infos zum Buch hier

Dan Morain: Kamala Harris. Heyne Verlag (Hardcover)
Ergebnisse aus der Frühlingssession
- AHV-Reform: Ständerat will Rentenalter angleichen – Ausgleichszahlungen ungenügend und BVG-Verbesserungen noch nicht in Aussicht. Der Ständerat nahm einen neuen Anlauf für eine AHV-Reform, um das wichtigste Sozialwerk zu stabilisieren und stimmte der Revision, welche durch die Erhöhung des Rentenalters für Frauen von 64 auf 65 Jahre der AHV bis zu 10 Milliarden Franken bis 2030 ausschütten soll.
- Deutliches Ja zur Verbesserung der Datenlage bezüglich Krisen-Auswirkung auf die Geschlechter. Nach dem Ständerat setzt nun auch der Nationalrat ein klares Zeichen und nimmt die Motion (20.3588) von Ständerätin Eva Herzog mit 115 Ja- zu 69 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen an: Die Datenlage bezüglich Auswirkung auf die Geschlechter soll in der Schweiz endlich verbessert werden. 
- Unabhängige nationale Anlaufstelle bei missbräuchlichem Verhalten in Einheiten des Bundes. Die Bundesversammlung hat im Dezember auf die Enthüllungen von Missbrauch im Kunstturnen und der rhythmischen Gymnastik (Magglingen-Protokolle) mit der Schaffung einer unabhängigen nationalen Anlauf- oder Meldestelle bei Misshandlungen im Schweizer Sport reagiert. Der Nationalrat sieht Handlungsbedarf und nimmt mit 136 Ja- zu 49 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen ein Postulat (20.4342) der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats zur Schaffung einer unabhängigen nationalen Anlaufstelle bei missbräuchlichem Verhalten in Einheiten des Bundes an.
- Wer schlägt, muss gehen! Die Zahlen von häuslicher Gewalt und Femiziden in der Schweiz bleiben trotz Inkrafttreten der Istanbul-Konvention im Jahr 2018 unverändert hoch. Innerhalb des Haushalts wurde laut polizeilicher Kriminalstatistik 2019 alle zweieinhalb Wochen eine Frau getötet, alle drei Tage das Leben einer Frau unmittelbar gefährdet. Die Dunkelziffer dürfte dabei beträchtlich höher sein. Eine fraktionsübergreifende parlamentarische Initiative der Nationalrätinnen Jacqueline de Quattro (FDP, VD), Léonore Porchet (Grüne, VD), Min Li Marti (SP, ZH), Marianne Binder (Die Mitte, AG), Kathrin Bertschy (GLP, BE), und Céline Amaudruz (SVP, GE) will dies nun ändern: Wer schlägt, muss gehen.

Min Li Marti, Kathrin Bertschy, Marianne Binder, Céline Amaudruz (hintere Reihe), Jacqueline de Quattro und Léonore Porchet (v.l.) am Donnerstag im Bundeshaus.
Steuergerechtigkeitsinitiative
Die Volksinitiative für eine Individualbesteuerung will mehr Fairness und Gleichstellung in unserem Steuersystem. Weil sich Teilzeitarbeit weniger lohnt, werden heute traditionelle Haushaltsstrukturen und Rollenmodelle bevorzugt. Mit der Steuergerechtigkeits-Initiative wollen wir Chancengleichheit. Jetzt hier den Unterschriftenbogen runterladen und unterschreiben.

Bericht FrauenSicht: Modernes Unterhaltsrecht sieht anders aus
Frauen* sollen nach der Scheidung finanziell selber für sich sorgen. Was modern klingt, ist es nur teilweise. Nach einer Scheidung soll grundsätzlich jeder und jede finanziell für sich selber sorgen. Dies hat das Bundesgericht im Rahmen einer Vereinheitlichung bei der Berechnung von Unterhaltszahlungen festgelegt. Zum Bericht geht es hier

Frauen* und Kirche
Ingrid Grave OP wurde als Sprecherin des "Wort zum Sonntag" schweizweit bekant. Die Dominikanerin hält das Scheitern  des Menschen hoch, tritt für die Frauen* in der Kirche ein und ist überzeugt, dass sich die Kirche insgesamt bewegen muss. Zum Interview mit Ingrid Grave OP über die Weihe der Frauen* zu Priesterinnen hier zum herunterladen als PDF.
Für Clara Ragaz-Nadig war klar: Frieden kann es nur geben, wenn Frauen* politisch partizipieren können. So engagierte sich die religiös-soziale Pazifistin (1874-1957) ebenso wie für die Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechtes. Ein Porträt auf SRF findest du hier.

Diskussionen rund um Sexarbeit und Prostitution
In Kooperation mit Kosmos gehen die Herausgeberinnen des Buches "Ich bin Sexarbeiterin" verschiedene Aspekte von Sexarbeit nach: "Was hat Sexarbeit mit Moral zu tun? Und was mit Sex? Wie sehen Feministinnen Sexarbeit? Und warum kaufen eigentlich leute sexuelle Dienstleistungen? Es gibt kurze Lesungen aus den Portraits im Buch sowie Gespräche mit den Herausgeberinnen, Sexarbeiterinnen und anderen Fachpersonen. Moderation aller drei Veranstaltungen: Helene Aecherli (Journalistin).

21. April 2021, 20 Uhr || Feminismus und Sexarbeit: ein Widerspruch? Online || Streaminglink hier
In ihrem Podcast "Faust & Kupfer" besprechen Lisa Christ und Miriam Suter das Thema auch differenziert und zeigen dabei verschiedene Positionen aus.

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Kulturtipps

Ausstellung: Spazett von Olivia Wiederkehr und Rosmarie Vogt-Rippmann
Das Schaffen von Olivia Wiederkehr (*1975, lebt und arbeitet in Brugg und Zürich) und von Rosmarie Vogt-Rippmann (*1939, lebt und arbeitet in Scherz und Aarau) weist innere Verwandtschaften auf. Materialien des Alltags und die in ihnen gespeicherte Erzählung bilden eine Ausgangslage für beide Künstlerinnen. Auf ein Hinkommen, Wahrnehmen, Aufstellen und Umbauen folgt für beide Künstlerinnen der kurze Auftritt eigener Weltfragmente. «Spazett», hergeleitet vom lateinischen Wort für «zucken», beschreibt den Hüpfer zum Anlauf für einen Überschlag – und schon werden die Zelte wieder abgebrochen, wird Grosses zerkleinert, eingepackt und zurückgeführt.
1.-25. April 2021 || Zimmermannhaus, Brugg || Mehr Infos hier
8. April 2021, 19 Uhr || Wortwechsel mit den Künstlerinnen vor Ort || Anmeldung über info@zimmermannhaus.ch

Foto: Brigitt Lattmann

Ausstellung: Rose Wylie im Museum Langmatt
Das Museum Langmatt präsentiert die erste Einzelausstellung von Rose Wylie (* 1934 in Kent, lebt dort) in der Schweiz. Sie gilt als eine der bedeutendsten britischen Künstlerinnen der Gegenwart, obwohl sie den internationalen Durchbruch erst im hohen Alter erreichte, unter anderem mit vielbeachteten Ausstellungen in der Tate Britain 2013 und in der Serpentine Gallery 2017. Einmal mehr ist in der Langmatt eine bemerkenswerte Malerin zu entdecken, die unbeirrt und mutig ihren künstlerischen Weg verfolgt.
noch bis am 24. Mai 2021 || Museum Langmatt, Baden || Museumseintritt: 12 CHF || Weitere Infos hier

Rose Wylie in ihrem Atelier, Foto: Joe McGorty

Online-Vortrag über gendergerechte Sprache von Luise F. Pusch
Literaturhaus und Strauhof laden im Frühling gemeinsam ein, mit unterschiedlichen Gästen über Mitsprache und Gleichstellung nachzudenken. Luise F. Pusch ist Pionierin der feministischen Linguistik im deutschsprachigen Raum und interveniert seit den 1980er-Jahren gegen das Deutsche als «Männersprache». In ihrem Vortrag denkt Luise F. Pusch darüber nach, wie aus Männersprachen humanere Sprachen gemacht werden können, welche Fortschritte auf diesem Gebiet bereits zu verzeichnen sind – und was noch zu tun bleibt, um allen Geschlechtern sprachlich gerecht zu werden.
8. April 2021, 18:20 Uhr || Online-Veranstaltung || Kosten: 5 CHF || Anmelden und weitere Infos hier

Foto: © Sabine Wunderlin

Öffentliche Führung: "Frauen im Kloster Königsfelden"
Das Kloster Königsfelden war fest in Frauenhand: 1308 von Königin Elisabeth gegründet, führte deren Tochter Agnes den Konvent zur Blüte. Die Klarissen gedachten in der Klosterkirche der verstorbenen Habsburger. Anders als die Nonnen damals darf man den Chor betreten und die Glasfenster betrachten.
11. April 2021, 13-14 Uhr und 15-16 Uhr || Kloster Königsfelden || Eintritt: Museumseintritt || Mehr Infos hier

Öffentliche Stadtführung: "Bedeutende Lenzburger Frauen
"
Ein unvergessliches und interessantes Erlebnis: die Führung zum Thema "Lenzburger Frauen" in Lenzburg mit fachkundiger Stadtführer*in. Unkostenbeitrag für die Führung pro Person 10 Franken.
23. April 2021, 18:30 bis 19:45 Uhr || Kronenplatz 24, Lenzburg || Kosten: Fr. 10.- || Anmeldung und mehr Infos hier


Prüdnegative Theatershow: "Sex, Liebe und andere Bagatellen"
Wiederaufnahme wegen grosser Nachfrage: Stella Luna Palino ist zurück auf der Bühne der Geschlechterverhältnisse, denn noch immer leben wir in einer Vergewaltigungsgesellschaft. Erneut schlüpft sie in Frauenfiguren aus Shakespeares Dramen, deren Sexualität - wie auch die vieler anderer Frauen* - seit Jahrhunderten kontrolliert, diktiert und diszipliniert wird. Frauen*, die ihre Sexualität leben, werden oftmals für krank erklärt, ausgegrenzt oder verfolgt. Noch bis vor kurzem galten hysterische Ausbrüche von Frauen* als geistige Störung. Wie frei sind Frauen* heute wirklich? Entspricht sexuelle Freiheit auch einer selbstbestimmten Sexualität oder tun Frauen* eigentlich doch noch immer das, was Männer wollen?
Wenn die Theater ab dem 14. April wieder öffnen können, finden Aufführungen am Freitag- und Samstagabend statt. Mehr Infos hier


Stadtführung: "Über Frauen - nicht nur für Frauen"
Entdecke Aarau von der weiblichen Seite – von der ersten Aarauer Briefträgerin bis zu Petra Volpe, der renommierten Regisseurin von "Die göttliche Ordnung", des Films über den Frauenstimmrechtskampf vor 50 Jahren. Auf einem spannenden Spaziergang zeigen dir die Stadtführerinnen die weibliche Seite Aaraus. Sie erzählen von Weibern, Hexen, engagierten Lehrerinnen, revolutionären Frauen*, tüchtigen Geschäftsfrauen* und Pionierinnen. Aus aktuellem Anlass wird die Frauenstimmrechtsgeschichte lebendig gemacht. Staune, welchen Einfluss Aarauerinnen dabei hatten.
24. April 2021, 11-12:15 Uhr || Aarau info, Metzgergasse 2, Aarau || Kosten: 15 CHF || Mehr Infos und Tickets hier

Theater: Die Zufügung - über das Alter und den Tod hinaus von Corinne Maier
Wir werden heutzutage älter als jemals zuvor – was macht das mit uns? Welche Erwartungen, Wünsche und Ängste sind mit der Vorstellung verbunden, so richtig alt zu werden? Corinne Maier erzählt die berührende Geschichte der behutsamen Annäherung an eine faszinierende Frau*. Von Corinne Maier waren zuletzt ihre dokumentarischen Theaterabende «Past is Present» und «Like a Prayer» in Aarau zu sehen.
29. und 30. April 2021, 20 Uhr || Tuchlaube Saal, Aarau || Tickets: 35 CHF || Tickets und mehr Infos hier


Diverses

Crowdfunding: "Frauen erfahren Frauen"
sechsundzwanzig ist der Verlag für feministische Literatur und bietet seit 2020 ein Netzwerk für schreibende Frauen*. Für einen erfolgreichen Start brauchen sie Unterstützung. Zu Wort kommen zeitgenössische, schreibende Frauen sowie Stimmen aus dem ersten Frauenverlag der Schweiz: Edition R+F. Gesammelt in einem Band möchte der Verlag sechsundzwanzig an der Tradition der damaligen Edition R+F anknüpfen: Autor*innen zum Schreiben einladen und Stimmen hörbar machen. Sichtbar machen. In das Thema geht alles hinein, was zwischen Frauen* passiert, passieren kann, alles mit Frauen* Gelebte, Erlebte. Das Buch «Frauen erfahren Frauen» ist in Deiner lokalen Buchhandlung, unter sechsundzwanzig.ch oder über das Crowdfunding bereits vorbestellbar. Voraussichtlicher Erscheinungstermin: September 2021
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Buchtipp: "Auf Abwegen - Frauen im Brennpunkt bürgerlicher Moral"
Aufmüpfige Arbeiterinnen und liederliche Bürger: Im Basel des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gibt es vielfältige Beispiele für den Umgang mit bürgerlichen Moralvorstellungen. Damals wurde die Stadt zu einem bedeutenden Industriestandort, zugleich war sie ein Hort des etablierten Bürgertums. Die in Fabriken und Privathaushalten Arbeitenden, vor allem Frauen, wurden mit den Normen bürgerlicher Ordnung konfrontiert. Als unsittlich oder strafbar geltende Handlungen wie die Durchführung von Abtreibungen mussten verborgen im Hinterzimmer stattfinden. Das Buch wird vom Verein Frauenstadtrundgang Basel herausgegeben. Mehr Infos hier.

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"Sprache ist ein Spielplatz" sagt Politikaktivistin Anna Rosenwasser
Politaktivistin Anna Rosenwasser und Ex-NZZ-Feuilletonchef Martin Meyer über Hass im Internet, Diskriminierung, Redefreiheit und korrekte Sprache. Zum Interview geht es hier.


Zum internationalen Frauentag: ein neues Poster

50 Jahre Geschichte auf einen Blick: Ein farbiges Poster zeigt, wie es nach der Einführung des Frauenstimmrechts mit der Gleichstellung in der Schweiz weiterging. Nationale und internationale Meilensteine sowie viele Bilder dokumentieren den oft steinigen Weg zu gleichen Rechten. Das Poster kann gratis hier bestellt werden oder hier als PDF heruntergeladen werden.

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Kostenlose Schwangerschaftsberatung im Aargau
Rund um eine Schwangerschaft tauchen viele Fragen auf und Frauen, Männer sowie Paare müssen oft gewichtige Entscheidungen treffen.
Sexuelle Gesundheit Aargau (seges) bietet kostenlose Beratungen zu rechtlichen, finanziellen, sowie sozialen Fragen und Problemen an. Das Recht auf Schwangerschaftsberatung ist im Bundesgesetz über die Schwangerschaftsberatungsstellen verankert. Die Beratungen sind kostenlos, qualifiziert und absolut vertraulich. Hier geht es zur Website.

Sexuelle Gesundheit Aargau

für frauenaargau
Norina Schenker

www.frauenaargau.ch

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Verein frauenaargau
5000 Aarau
Schweiz