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Newsletter Juli/August 2021
Liebe Mitglieder, liebe Interessierte

Mitteilungen und Vereinsaktivitäten von frauenaargau

Worte der Präsidentin
Wir freuen uns sehr über die Wahl unserer Vorstandsfrau* und Newsletter-Erstellerin Norina Schenker und auch von Gertrud Häseli (Präsidentin der Frauenzentrale) und Ursula Nakamura (Co-Präsidentin des Schweizerischen Verbands für Frauenrechte) - beide auch Mitglied bei frauenaargau - für die grosse Schweizerische Frauensession im Oktober 2021. Sie werden uns Frauen* aus dem Aargau in Bern vertreten! Herzliche Gratulation!

Norina wird der Frauensession zudem eine Rolle mit verschiedenen Gleichstellungs-Forderungen von Aargauerinnen überreichen, die am 14. Juni 2021 am Stand des Frauen*streiks in Aarau gesammelt wurden. Möchtest auch du Norina  eine Forderung mitgeben? Dann schreib ihr eine Mail an: newsletter@frauenaargau.ch und sie wird deine Forderung hinzufügen.

Wir freuen uns ebenfalls sehr, dass sich mehrere Frauen* auf unseren Aufruf im Newsletter gemeldet haben und diesen Sommer im Zusammenwirken mit frauenaargau drei coronataugliche, vielfältige und kostenlose Frauenspaziergänge anbieten:
  • In Wittnau: Am Samstag, 24. Juli von ca. 10:30 – 15 Uhr entdecken wir mit Gertrud Häseli das Dorf Wittnau und werden mit einem Picknick verwöhnt.
  • In Aarau: Am Donnerstag, 19. August von 19 – 21 Uhr lernen wir in Aarau drei Frauenprojekte kennen, die alle etwas mit Gärten zu tun haben. Wir starten mit einem Imbiss zur Stärkung.
  • In Baden: Am Donnerstag, 17. September von 17 - 20 Uhr mit Heidi Pechlaner Gut, die uns durch die Wasserstadt Baden führt. Es lohnt sich auf jeden Fall auch den Badeanzug einzupacken.
Mehr zu den Frauenspaziergängen findet ihr weiter unten und auf unserer Webseite. Wir freuen uns, mit euch in kleinen Gruppen unterwegs sein zu dürfen, Neues kennenzulernen und uns mit euch auszutauschen. 

Amanda, Präsidentin frauenaargau

Bericht über die Spezialführung durch die Ausstellung "Frauen.Rechte"
Die Spezialführung durch die Ausstellung begann bei der französischen Revolution und somit mit der ersten Forderung der Frauenrechtlerin Olympe de Gouges, dass "Egalité, Liberté und Fraternité" eben nicht nur für die Männer, sondern auch für die Frauen* gelten solle. Der lange Kampf der Frauen* um die Rechte und natürlich auch die vielen Errungenschaften dieser Kämpferinnen durften wir im Landesmuseum bestaunen und konnten auch im Anschluss an die Führung in einem angeregten Austausch rege diskutieren. Wir empfehlen allen, sich diese eindrückliche und Bildstarke Ausstellung im Landesmuseum in Zürich noch bis am 18. Juli 2021 anzusehen.


Frauenspaziergänge im Aargau: Wittnau, Aarau und Baden
Für den Sommer 2021 hat sich der Vorstand von frauenaargau etwas besonderes einfallen lassen, das auch während einer Pandemie gut durchführbar ist: Frauenspaziergänge im Aargau. Es wurden gemeinsam mit Mitgliedsfrauen* drei Spaziergänge organisiert, für die sich frauenaargau Mitglieder und Freundinnen ab sofort anmelden können.
Weitere Infos und Anmeldung hier


Hinweise und Aktivitäten Runder Tisch

Aargauischer Katholischer Frauenbund (AKF)

Pfefferoni: Leselust in der Bibliothek Baden
In der Stadtbibliothek Baden Leselust-Abend gemeinsam mit der Bibliothek Baden, dem Netzwerk Asyl und der Landeskirche Aargau organisiert: Usama al Shamani liest aus seinem Buch: "Im Fallen lernt die Feder fliegen".

1. September 2021, 19:30 bis 21:00 Uhr || Stadtbibliothek, Baden || Mehr Infos hier


Verstärkung in der Fachgruppe Politik und Gesellschaft:
Ja, genau dich suchen wir!
DIR sind frauen*- und gesellschaftspolitische Themen wichtig.
DIR gefällt der Austausch mit anderen Frauen*.
DU möchtest deine Anliegen und Ideen in einer gut vernetzten und vielfältig wirkenden Frauenbande einbringen.
DU hast Lust auf tolle Weiterbildungsangebote.
Make up! DU bist willkommen im Aargauischen Katholischen Frauenbund AKF. Wir sind eine weltoffene Organisation und brauchen Verstärkung in der Fachgruppe Politik + Gesellschaft. Melde dich bei Fragen oder gerne auch zum Schnuppern bei Merice Rüfenacht, Geschäftsstelle AKF, Neuenhoferstrasse 101, 5400 Baden, 056 668 26 42 / 079 689 60 25 info@frauenbund-aargau.ch ||www.frauenbund-aargau.ch || www.frauenbund.ch

Bildung und Propstei, Schwerpunkt Frauen* und Gender


Standortbestimmung mit Pfeil und Bogen :
Wohin soll es gehen?
Manchmal ist es nötig, innezuhalten und sich neu zu orientieren. Wo stehe ich jetzt? Was habe ich auf meinem Weg erreicht? Was wünsche ich mir noch? Diesen Fragen gehen wir einzeln und gemeinsam mit Meditation, Atemarbeit und Bogenschiessen nach. Pfeil und Bogen sind ein Mittel, um sich und die eigenen Fragen wahrzunehmen. Nach den ganz eigenen Antworten und Strategien zu suchen. Sie zu erproben und allenfalls sich zu entscheiden, wohin die weitere Reise gehen soll. Die Regelmässigkeit von Bogen spannen und Pfeile loslassen erleichtert den Zugang zu den eigenen Ressourcen. Überblickbare und bewältigbare Teile können durch den Rhythmus von Einatmen und Ausatmen, Bogen spannen und entspannen zu einem Ganzen transformiert werden. Kursleiterinnen: Susanne Andrea Birke, Theologin, QiGong- und JSJ-Selbsthilfelehrerin, Atemtherapeutin IKP und Christine Scheidegger, Bogentrainerin und Fachfrau für Therapeutisches Bogenschiessen
Arbeitsweise: Bogen schiessen und Biografiearbeit, Austausch, Meditation, Atemarbeit und Selbstwahrnehmung.
28. August 2021, 09:30 bis 17:30 Uhr || Propstei Wislikofen || Kosten: CHF 120 + Mittagessen CHF 28 || Mehr Infos hier

Christine Scheidegger Bild: Valérie Chételat von Revue Horizons

Gottesdienst: Gleichberechtigung.Punkt.Amen. Maria von Magdala

An jedem 22. im Monat Gottesdienst vor einer anderen Kirchentüre! Damit das Feuer der vielen Initiativen wie „Gleichberechtigung. Punkt, Amen“, „Maria 2.0“, das Donnerstagsgebet von Kloster Fahr oder „Wir haben es satt“ weiter brennt, feiern wir vor der Kirchentüre, um den Skandal weithin sichtbar zu machen. Mit
mit Monika Lauper und Linda Gaeta
22. Juli 2021, 19:00 Uhr || VOR der Kath. Kirche, Rheinfelden || Mehr Infos hier

Gottesdienst: Gleichberechtigung.Punkt.Amen. Maria von Magdala
An jedem 22. im Monat Gottesdienst vor einer anderen Kirchentüre! Damit das Feuer der vielen Initiativen wie „Gleichberechtigung. Punkt, Amen“, „Maria 2.0“, das Donnerstagsgebet von Kloster Fahr oder „Wir haben es satt“ weiter brennt, feiern wir vor der Kirchentüre, um den Skandal weithin sichtbar zu machen. Mit Sabine Tscherner, Peter Zürn und Claudia Mennen.

22. August 2021, 10:30 Uhr || VOR Kath. Kirche, Koblenz || Mehr Infos hier


Safe the Date: 25. ökumenisches FrauenKirchenFest in Baden am 22. Oktober 2021
Thema des diesjährigen FrauenKircheFestes ist "Wo Tradition und Transformation miteinander tanzen …". Nach einem Frauengottesdienst in der reformierten Kirche Baden ist ein Mahl mit Tischreden geplant. Referentinnen sind Vera Becker (Co-Präsidentin Junge Grüne Aargau, Baden) und Imelda Abbt (Theologin und Philosophin, in jungen Jahren Ordensfrau, dann langjährige Leiterin der Probstei Wislikofen, Dozentin an der Senior*innenuniversität Luzern, ein Porträt findet sich u.a.). Es ist zudem geplant die Hörinstallation «Die illegale Pfarrerin» Das Leben von Greti Caprez-Roffler 1906 – 1994 im Oktober nach Baden zu holen. Mehr zum ökumenischen FrauenKircheFest hier

Frauenzentrale Aargau
Frauenportraits - 100 Jahre Frauenzentrale - FrauenStimmen
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Frauenzentrale Aargau veröffentlicht die Frauenzentrale im Laufe des Jahres 52  Frauenporträts. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden – jede Frau* soll ihre Stimme erheben – stehen wir zu unseren Meinungen und Sichtweisen, denn diese sind wichtig, wir brauchen alle Stimmen um das Ganze zu sehen. Zu den Frauenportraits geht es hier


Stiftung SWONET

SWONET Business & Network Day
2009 lancierte SWONET den jährlichen Business&Network Day, um die Vernetzung zwischen den Organisationen und interessierten Frauen, auch auf der persönlichen Ebene zu fördern. Der Event hat sich mit hochkarätiger Besetzung bei Moderation, Workshopleitung, Referaten und Podium als nationale Veranstaltung positioniert. Jährlich treffen sich zwischen 300-350 Frauen (Männer sind willkommen), um neben der Teilnahme am Programm, neue Kontakte zu knüpfen und Bestehende zu pflegen. 2021 findet die Tagung erstmals Offline und Online statt.
3. September 2021 || Kultur- und Kongresshaus, Aarau || Mehr Infos und Anmeldung hier


Hinweise der Einzelmitglieder von frauenaargau

Hier können Mitgliedsfrauen* von frauenaargau ihre Aktivitäten oder Hinweise auf Veranstaltungen in ihrer Region platzieren lassen. Einfach ein Mail an newsletter@frauenaargau.ch schreiben. Wir freuen uns, wenn ihr eure Hinweise hier im Newsletter teilt.

Mitgliedsfrau* Sonya Suter empfiehlt: Friedensarbeit - Peaceprints
Um Positives zu erreichen benötigen wir positive Eindrücke und Bilder. Mit ihrem "peace blog" in Englisch legt Lea Suter den Fokus weg von Problemen und Konflikten hin zu Lösungen. Zum Peaceblog namens Peaceprints geht es hier

Diesen Sommer, 8.-14. August wird das erste Mal vom Forum für Friedenskultur in Ilanz der Ilanzer Sommer durchgeführt. Mehr Infos zum Ilanzer Sommer gibt es hier

Die Cyberspezialistin Sanija Ameti und die Friedensaktivistin Lea Suter.Die Cyberspezialistin Sanija Ameti und die Friedensaktivistin Lea Suter, Foto: Karin Hofer, NZZ - aus dem Artikel "Sicherheitspolitik betrifft die Frauen genauso wie die Männer" aus der NZZ vom 25.2.2021

Letzte Plätze - Frauen unterwegs in Namibia:
20. September - 6. Oktober 2021
14-tägige Tour in Namibia, geführt von Astrid Meier und Inkosana Reisen, für maximal acht Gäste.
Unterkunft im halben Doppelzimmer CHF 5700. Hier der Reisebeschrieb in Bildern. Ballonflug CHF 350 (optional).
Ladies unter sich erfahren die Wüste, die Küste und das Damaraland mit seinen unbeschreiblichen Landschaften. Wir wohnen in ausgewählten, tollen Unterkünften und besuchen Africat Foundation, wo wir das Neueste über die Leoparden und Geparden in Namibia erfahren werden. Diese Tiere können aus nächster Nähe im grossen Wildschutzgebiet von Okonjima gesichtigt werden. Im Damaraland suchen wir die Wüstenelefanten im Huabtal und das Sossusvlei mit seinen Wanderdünen werden wir zu Fuss und mit dem Ballon erkunden.


Frauentreff «Frauen am 7.» in Aarau
Dagmar Bujack, Marianne Saputo und Margrit Schärer der Ref. Kirche Aarau laden regelmässig alle interessierten Frauen am 7. des Monats zum unkomplizierten Austauschen ein. Am Mittwoch, 7. Juli, zum Thema «wofür es sich zu freuen lohnt, trotz Coronazeit».
Treffpunkt: 18 Uhr, Aarauer Stube, beim Bahnhof Aarau, ohne Anmeldung, Kontakt: dagmar.bujack@ref-aarau.ch

Katharina Nadig Renggli empfiehlt den Besuch der Frauentanzinszenierung des Rigolo-Theaters "SOSPIRI"
Die Tanzvorführung durch drei Frauen* stellen 13 Szenen im Leben von Geburt bis zur Balance dar. Sospiri - der Seufzer – sind 13 Szenen getanzt, gespielt, artistisch performt, dargestellt mit einer weissen Feder und 13 Palmblattrispen. Das Stück erzählt Episoden aus dem Leben. Drei junge Frauen* suchen nach ihrem Platz auf dieser Welt – nach ihrer Bestimmung. Sie durchleben Erfahrungen von kindlich verspielt bis bedrohlich kraftvoll. Sie zeigen, wie sich Gleichgewicht überall wieder findet und wie nach Leichtigkeit und Schwere liegen können. Im 13. Akt entsteht ein sechs Meter grosses Mobile, die weltberühmte SANDDORNBALANCE. Ein Augenschmauss. Das Zelt ist noch bis am 25. Juli auf der Guggabrache in Zürich (Haltestelle Radiostudio). Vor der Vorführung kann auch etwas konsumiert werden. Das Zelt ist relativ klein, so dass von überall her ein guter Einblick gewährleistet ist. Mehr Infos und Tickets hier



Gute Neuigkeiten und Errungenschaften

AZ-Dokumentation zu Frauenrechten
Vor genau 30 Jahren fand landesweit die grösste öffentliche Mobilisierung seit dem Landesstreik von 1918 statt: der Frauen*streik. 2021 jährt sich zudem die Einführung des Frauenstimmrechts im Aargau zum 50. Mal. Die drei Aargauerinnen Stéphanie Mörikofer (erste Aargauer Regierungsrätin), Doris Stump (eine der ersten Nationalrätinnen aus dem Aargau und erste Wettinger Gemeinderätin) und Doris Leuthard (erste Bundesrätin aus dem Aargau) wurden zur Diskussion geladen, die zu den ersten auf der Polit-Bühne gehörten. Zum Bericht und Film geht es hier.

Stéphanie Mörikofer, Doris Stump und Doris Leuthard, Bild: Chris Iseli

Entdeckt
im "Landanzeiger" vom 17. Juni 2021 auf Seite 3:


Preis: Aufbrechen der patriarchalen Schwerkraft
Erster Emilie Kempin-Spyri-Preis des Schweizerischen Anwaltsverbands geht an Zita Küng. Die Züricher Juristin ist die erste Preisträgerin des Emilie Kempin-Spyri-Preis des Schweizerischen Anwaltsverbands (SAV). Der Preis zeichnet Rechtsanwältinnen, Personen oder Organisation aus, die sich in besonderem Masse den Belangen der Gleichstellung von Frau* und Mann verdient gemacht haben. Zusätzlich ehrt der SAV die Association ALBA mit dem Prix d’Encouragement. Letzter soll Personen und Institutionen ermuntern, ihr Ziel der insbesondere rechtlichen, aber auch faktischen Gleichberechtigung der Geschlechter weiter zu verfolgen. Zur Medienmitteilung geht es hier


Portraits: 50 - 50 - 50
50 Fotograf*innen haben 50 Frauen* 50 Jahre nach der Einführung des Schweizer Frauenstimmrechts portraitiert. Zu den audiovisuellen Portraits geht es hier


Top-Sharing der Stelle als erste Staatsanwältin in Basel-Land
Erstmals wird der Top-Führungsjob «Erste Staatsanwältin» im Jobsharing vergeben. Das gibt viel zu reden.
Jacqueline Bannwarth und Patrizia Krug werden per 1. Juli 2021 im Topsharing die Stelle der Ersten Staatsanwältin des Kantons Basel-Landschaft übernehmen - beide arbeiten zu je 50 Prozent. Mehr dazu hier und zum Radiointerview geht es hier

Nachfolge Erste Staatsanwältin: Jacqueline Bannwarth und Patrizia Krug (v.l.n.r), Foto: Sabrina Stäubli

Rund um Gleichstellung

7. Schweizer Frauen*synode 2021
Als Corona-kompatible Frauen*synode gibt es jetzt neu, im Jahr 2021, einen Stadtrundgang zum Thema “Wirtschaft ist Care”. Entwickelt wurde dieser thematische Stationenweg für die Stadt Sursee, als Gemeinschaftsarbeit der Frauen*synode mit den Stadtführungen Sursee. Vergleichbare Wege können aber auch anderswo in eigener Regie realisiert werden. Die Webseite, eine Comic-Broschüre sowie eine Broschüre für den Stationenweg liefern alle Informationen zu dieser neuen Form der Frauen*synode. Mehr Infos hier


fem! Virtueller Apéro riche "Die vergessene Macht des Mittelalters" mit Annalena Müller
Annalena Müller, Universität Freiburg, wirft einen Blick auf die Geschichte des weiblichen Klosterwesens und die Frauen- und Geschlechtergeschichte. Anschließend gibt es die Gelegenheit für die Beteiligten nachzufragen, zu ergänzen, zu widersprechen, weiterzuentwickeln – 1 Stunde. Danach bleibt der virtuelle Raum noch eine halbe Stunde offen für persönlichen Austausch. Wer interessiert ist, fragt hier
 nach dem Zoom-Link mit dem sie sich einloggen kann. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
8. Juli 2021, 12:15 Uhr || virtuell über Zoom || Mehr Infos hier


Sternstunde Religion: Achtung Menstruationsblut!
Unrein und gefährlich? Bis heute wird die Menstruation gesellschaftlich tabuisiert. Dabei spielen religiöse Reinheitsvorstellungen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Längst überholt geglaubte Vorstellungen stigmatisieren noch immer den Prozess des Menstruierens. Was steht hinter diesem Phänomen? Weshalb gilt Blut, zumal weibliches, als unrein? Weshalb schämen wir uns dafür und ekeln uns davor? Und was braucht es, um das Menstruationstabu in unserer aufgeklärten Gesellschaft zum Verschwinden zu bringen? Olivia Röllin im Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Lechner und der Indologin und Philosophin Angelika Malinar. Zur Sendung geht es hier


Vorstudie: Gleichstellung im Kulturbetrieb
Frauen* sind im Schweizer Kulturbetrieb in vielen Bereichen markant untervertreten. Das gilt sowohl für Führungs- und künstlerische Leitungsfunktionen wie auch für die Präsenz auf Bühnen und in Ausstellungen. Dies belegt eine Vorstudie des Zentrums Gender Studies der Universität Basel, die heute veröffentlicht wurde. Sie liefert neue Zahlen zu den Geschlechterverhältnissen in den Sparten Darstellende Künste, Musik, Literatur und Visuelle Kunst. Die Unterschiede zwischen den Sparten sind ausgeprägt, am grössten ist der Handlungsbedarf in den Bereichen Musik und Visuelle Kunst. Die Zusammenfassung der Ergebnisse findest du hier.

: Frauenanteil künstlerische Leitungsrollen (Regie/Choreographie/Dirigent*innen)

Flashmob: Helvetia tanzt!
Zur Feier des 50jährigen Frauenstimmrechts tanzen und rappen am Schweizerischen Nationalfeiertag landauf und -ab Schweizerinnen jeden Alters, Herkunft, Körpers und Couleur! Wir feiern unsere Stimme, unsere diversen, sich bewegenden Körper im öffentlichen Raum – mit einer eigens entwickelten und zur Verfügung gestellten Choreografie und einem Rap-Song auf Deutsch, Französisch oder Italienisch. Ein mehrsprachiges, interkulturelles und -generationelles Projekt der drei Berner Kulturschaffenden Lucía Baumgartner, Pascale Altenburger und Daniela Ruocco. Gefördert und unterstützt von Alliance F und der Stiftung Mercator Schweiz. Mehr Infos findest du auf der Facebook-Seite hier


Kulturtipps im Aargau und Region

Veranstaltungsreihe zu 50 Jahren Frauenstimmrecht
Vor 50 Jahren sagen eine Mehrheit der Schweizer Männer Ja zum Stimm- und Wahlrecht für Frauen*. Im Aargau
wird die Abstimmung zum Stimm- und Wahlrecht für Frauen* auf kantonaler Ebene ebenso äusserst knapp angenommen. Das Historische Museum Baden lässt in diesem geschichtsträchtigen Jubiläumsjahr kreative, mutige, und zukunftsweisende Frauen* zu Wort kommen. Es finden vom Juni bis November verschiedene Veranstaltungen statt. Hier geht es zum Flyer.


Hommage 2021: Vortrag von Andrea Voellmin
Vor 50 Jahren erhalten die Schweizer Frauen* das Stimm- und Wahlrecht. Andrea Voellmin, Leiterin Staatsarchiv Aargau, stellt in ihrem Vortrag Aargauer Frauen* aus der Geschichte in den Mittelpunkt. Frauen mit Jahrgang 1971 zahlen keinen Museumseintritt!

22. August 2021, 11–12 Uhr || Historisches Museum Baden || Mehr Infos hier

Rundgang: Die Heilige Verena und die Pestheiligen
Rundgang am Tag der Heiligen Verena mit Ruth Wiederkehr, Germanistin und Historikerin aus Baden zum Flügelaltar aus der St.-Verena-Kapelle mit Ausflug in das frühneuzeitliche Baden im Anschluss: Kaffee und Kuchen Museumseintritt + Kuchen/Kaffee CHF 14.- pro Person.
1. September 2021, 14–15 Uhr || Historisches Museum Baden || Mehr Infos hier

Schaufenster-Ausstellung: Look@Jkon von Delia R. Ferraro
Die Jury des Kunsthauses Zofingen hat an der letzten JKON (Junge Kunst Olten) Delia R. Ferraro ausgewählt, die Schaufenster des Kunsthauses zu bespielen. Während des Sommers gibt die Künstlerin über die grossen Bogenfenster des Museums Einblick in ihr Schaffen. Delia R. Ferraro (*1996) interessiert sich für Genderfragen und das Frausein. Im Kunsthaus Zofingen zeigt die junge Solothurner Künstlerin eine Serie von Stickereien, die sich mit dem Tabu-Thema des weiblichen Zyklus auseinandersetzen. In aufwändiger Handarbeit verarbeitet Ferraro verschiedene Stick-Garne, näht mit feinen Fadenverschlingungen und appliziert Stoffe auf alte Stoffdeckelchen. Die Stickereien zeigen Frauen* in alltäglichen Situationen. Erst bei genauerem Hinsehen wird klar, dass es sich um menstruierende Frauen* handelt. Sogleich verschiebt sich der Fokus und das Dargestellte erhält etwas Schambehaftetes. Unweigerlich fragt man sich: Wie reagiert die Gesellschaft auf diese sogenannten „Erbeertage“? Das Sommerfenster ist noch bis am 6. August Tag und Nacht durch die Schaufenster einsehbar.


3sat: Dreiteilige Dokumentation "Starke Frauen"
Angeblich ist die Welt von heute eine gleichberechtigte. Macht, Medien und Sex-Business sind keine reinen Männerdomänen mehr. Dennoch begegnen Frauen* dort immer noch tagtäglich Widerständen. Die dreiteilige Doku "Starke Frauen" von Rosanna Grüter auf 3sat, stellt Frauen* in diesen Bereichen vor und zeigt, welche Kämpfe sie ausfechten. Teil eins fragt: "Welche Maßnahmen sind nötig, um mehr Frauen* an die Macht zu bringen?"
Im zweiten Teil wird untersucht, wie sexistisch Medien mit Frauen* umgehen, und was passiert, wenn frau die Öffentlichkeit als Gegner*in hat? Der dritte Teil: "Frauen* und Pornografie", will wissen, ob die Enttabuisierung der weiblichen Sexualität etwas an der – untergeordneten – Rolle der Frau* im Geschäft mit dem Sex geändert hat.
Alle drei Teile stehen ab Ausstrahlung auch in der 3sat-Mediathek zur Verfügung. Zu den Dokumentationen geht es hier


Gretchens RacheLiteraturtipps für den Sommer
"Gretchens Rache" von Isabel Rohner: Nach »Schöner morden« und »Taugenixen« legt Isabel Rohner nun Linn Kegels neuen Fall vor - für Menschen, die sich beim Lesen gern amüsieren und über die ein oder andere literarische Anspielung kichern, denn schließlich ist Rohner promovierte Germanistin. Die gebürtige Schweizerin liebt kreative Vielfalt. Neben Romanen publiziert sie Sachbücher zur Geschichte des Frauenwahlrechts in der BRD sowie in der Schweiz (2020) und steht als Teil des »Hedwig Dohm Trios« auf der Bühne. Auch als Mitherausgeberin von Hedwig Dohms Gesamtwerk und Expertin für die Geschichte der Frauenbewegungen hat Isabel Rohner sich einen Namen gemacht, zudem Dohms Biografie (»Spuren ins Jetzt«, HELMER) veröffentlicht und im selben Verlag zwei Bände mit Zitaten berühmter Frauen* vorgelegt. Zusammen mit der Politphilosophin Regula Stämpfli ist sie seit 2020 Host des feministischen Podcasts Die Podcastin.

Im Wir und Jetzt
"Im Wir und Jetzt - Feministin werden" von Priya Basil: Aufgewachsen zwischen zwei Frauen* - Mutter und Großmutter
-, die gegensätzlicher nicht sein könnten, sucht Priya Basil ihre eigene feministische Stimme. Getrieben von der Vergangenheit, der Vielfalt der Positionen und einer außerordentlichen Erfahrung - der kollaborativen Übernahme eines Modemagazins durch 39 Frauen* - beschreibt sie ihren Weg zu mehr Gerechtigkeit und Gleichheit. Brilliant verbindet Priya Basil Selbstverortung mit Philosophie und mitreißender Gesellschaftsanalyse. Und liefert mit Hilfe vieler Verbündeter eine Antwort auf die Frage: Was tun gegen die tief verwurzelte Abwertung von Frauen* in unserer Sprache, Geschichte und Gesellschaft? Feministin werden, im Wir und Jetzt.



Blauer Hibiskus
"Blauer Hibiskus" von Chimamanda Ngozi
Adichie: Chimamanda Ngozi Adichie ist eine der großen Stimmen der Weltliteratur. Ihr Werk wird in 37 Sprachen übertragen. Für »Americanah«
erhielt sie 2013 den Heartland Prize for F
iction und den National Book Critics Circle Award. Ihr Roman »Blauer Hibiskus« war für den Booker Prize nominiert, »Die Hälfte der Sonne« erhielt den Orange Prize for Fiction 2007. Mit ihrem TED-Talk »We should all be Feminists« verankerte die Nigerianerin den Feminismus fest in der Popkultur. Auf Deutsch liegt der Text im FISCHER Taschenbuch vor:
»Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories«. Zuletzt erschien 2017 im FISCHER Taschenbuch »Liebe Ijeawele. Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden«. 2018 wurde Chimamanda Ngozi Adichie mit dem PEN Pinter Prize und dem Everett M. Rogers Award ausgezeichnet. 2019 wurde ihr der Kasseler Bürgerpreis »Das Glas der Vernunft« verliehen. 2020 erhielt sie den Internationalen Hermann-Hesse-Preis für »Blauer Hibiskus«. Chimamanda Ngozi Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren und lebt heute in Lagos und in den USA.


Diverses

Olga Tucek – Konzert und Workshop im Volkshaus Zürich
Olga Tucek
entfacht mit ihrer Stimme und Akkordeon ein feministisches Freudenfeuer: Es reicht! Endgültig aus der artigen Agonie vermeintlicher Ohnmacht erwacht, schleudert die wütende Virtuosin ihre Gedankenblitze auf die morschen Throne selbstgefälliger Männermacht: Sie bemächtigt sich ihrer ureigenen Sprache und entfacht mit ihrer Stimme ermächtigende Flächenbrände. Sie beschwört die Kraft mächtiger Frauen* und macht den Erdmördern Feuer unter den ignoranten Hinterteilen. Sie lässt Eisherzen tauen und Zornvulkane ausbrechen. Ein flammendes Fanal für feurige Frauen*. Und mutige Männer! 20. August 2021, ab 18 Uhr || Volkshaus, Zürich || Mehr Infos und Tickets hier
Wenn Frau* sich auf die Reise zur eigenen Stimme macht, wird sie Erstaunliches entdecken, erhören und erspüren: Die Durchsetzungskraft gesendeter Wörter, die raumgreifende Schutzwirkung der Atmung und den Körper als schwingendes Resonanzuniversum. Wir experimentieren lustvoll mit Klängen, Texten und einfachen Liedern, um die Wirkung, Spannweite und Ausdruckskraft unserer Stimme kennen- und einsetzen zu lernen. Das Ziel des Workshops? Bestimmt nie mehr überhört werden! 21. August 2021, 9 bis 17 Uhr || Volkshaus, Zürich || Mehr Infos und Anmeldung hier

AAKU-Interview mit Co-Kuratorin des Aargauer Kunsthauses Anouchka Panchard

Das Aargauer Kunsthaus zeigt in einer grossen Schau 230 Skulpturen von 150 Künstler*innen mit Schweizer Bezug, die im Zeitraum von 1945 bis jetzt entstanden sind – ein Zeitraum, in dem sich gesellschaftlich viel veränderte. AAKU unterhielt sich mit der Co­-Kuratorin Anouchka Panchard über emanzipatorische Ideen und Momente, die aus den Werken zu lesen sind. Zum Interview mit Anouchka Panchard geht es hier.

Anouchka Panchard vor der Skulptur «Die Tanzenden» von Gillian White Siegenthaler aus dem Jahr 2002.
Bild: John Yasser, AAKU


Führungen: "Frauen* unter der Bundesratskuppel"
Die Parlamentsdienste bieten im 50. Jubiläumsjahr des Frauenstimm- und Wahlrechts, von Mai bis November, eine Themenführung an. Bei der Besichtigung des Parlamentsgebäudes erfahren die Besucher*innen mehr darüber, welche Rolle die Frauen* in der Schweizer Demokratie bis heute eingenommen haben.
Reservationen können nur online getätigt werden, frühestens 180 Tage vor dem geplanten Besuch. Die Führungen sind kostenlos und dauern 90 Minuten. Die Gruppengrösse ist auf max. 30 Personen beschränkt. Aufgrund von Covid-19 gilt Maskenpflicht. Weiter Infos und Reservation hier.

Protest-Aktion im Bundeshaus: Zum Auftakt der Debatte im Nationalrat über die Unterzeichnung der europäischen Menschenrechts-Konvention demonstrierten am 12. Juni 1969 Frauenrechtlerinnen auf der grossen Eingangstreppe im Bundeshaus. (Bild Keystone)

Petition: Transfrau muss aus der Haft entlassen werden
Maura ist eine Transfrau, die ihr halbes Leben in den USA gelebt hat. Vor Jahren suchte sie dort Schutz, weil sie in Mexiko ständig transfeindlicher Gewalt ausgesetzt war. In Mexiko hatte die Nicaraguanerin schon in jungen Jahren zum ersten Mal Schutz gesucht. Die US-Behörden halten sie seit mehr als zwei Jahren in einer Einwanderungshaftanstalt in Kalifornien fest. Dort ist sie Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt und erhält keine angemessene medizinische Versorgung. Amnesty fordert die Behörden auf, Maura unverzüglich freizulassen. Hier geht es zur Petition.

© REUTERS/Juan Medina

AZ-Interview mit Autorin und Kolumnistin Michèle Roten
Die Autorin Michèle Roten seziert in ihrem neuen Buch schonungslos ihren eigenen Körper, von zu dicken Oberschenkel bis zur operierte Nase und erklärt was das mit Feminismus zu tun haben könnte. Zum Interview geht es hier. Zum Buch im Echtzeit Verlag geht es hier.


für frauenaargau
Norina Schenker

www.frauenaargau.ch

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Verein frauenaargau
5000 Aarau
Schweiz