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Newsletter Juli & August 2022
Liebe Mitglieder, liebe Interessierte
Rubriken
  1. Mitteilungen und Vereinsaktivitäten von frauenaargau
  2. Hinweise und Aktivitäten Runder Tisch
  3. Hinweise der Einzelmitglieder von frauenaargau
  4. Gute Neuigkeiten und Errungenschaften
  5. Rund um Gleichstellung
  6. Kulturtipps im Aargau und Region
  7. Diverses

1. Mitteilungen und Vereinsaktivitäten von frauenaargau

Worte der Präsidentin
Unsere höchste Aargauerin, Elisabeth Burgener Brogli, sagte in ihren Grussworten an unserem Jubiläum im Mai 22: “Es findet keine Gleichstellungspolitik mehr im Aargau statt, seit es kein Gleichstellungsbüro mehr in unserem Kanton gibt. Das ist nicht gut. Das ändert sich vielleicht mal, wenn 71 Frauen* im Aargauer Grossen Rat mitwirken und mitentscheiden (heute sind es nur 44 von insgesamt 140 Sitzen, sogar weniger als vor den Wahlen 2020, wo 51 Frauen* mitwirkten).”

Lasst uns Gleichstellungsthemen wieder auf die politische Agenda bringen. Nächstes und übernächstes Jahr sind nationale und kantonale Wahlen. Die Neuenburgerinnen, die im April 2021 als erstes Kantonsparlament mit 58 % Frauenanteil eine Frauenmehrheit erreichten, schafften das unter anderem auch, weil der Frauenanteil in der Politik ein viel diskutiertes Thema in den Jahren zuvor war. Es hatte sogar einen Vorstoss im Parlament gegeben, der forderte, per Gesetz eine 50:50 – Geschlechtergleichheit einzuführen. Der Vorstoss wurde zwar abgelehnt, aber das Thema blieb in aller Munde.
Lasst uns Gleichstellungsthemen wieder auf die politische Agenda bringen.

Und wir bleiben dran Wege zu finden, wie wir im Kanton Aargau wieder ein Gleichstellungsbüro erhalten.
Händ e schöne Sommer
Amanda, Präsidentin frauenaargau

Feministische Literaturtipps zum Sommer
Über Social Media haben wir unsere Follower*innen dazu aufgerufen, uns ihre feministischen Literaturtipps mitzuteilen, damit wir diese mit euch im Sommer-Newsletter teilen können und ihr über den Sommer tolle Bücher besorgen könnt, die inspirieren, zum Schmunzeln bringen aber auch für Empörung sorgen, die für den Aktivismus auch braucht.

Vanessa Kleeb empfiehlt Grafic Novels:

"Der Ursprung der Liebe" von Liv Strömquist

Nicht nur ich - auch mein Teeniesohn - mag die Bücher von Liv Strömquist. Sie laden ein zum philosophieren über Themen wie "Was ist eigentlich Liebe?", patriarchale Machtverhältnisse und unsere Frauenrolle darin, den Umgang mit Schönheit, mit Bildern uvm. Es sind kritische Graphic Novels die einfach zu verstehen sind und damit eine lockere Lektüre.
"Der Ursprung der Liebe" von Liv Strömquist hier im Librium bestellen

"Radium Girls - Ihr Kampf um Gerechtigkeit" von Cy

Eine wahre Begebenheit aus den 20er Jahren in New Jersey ist "RADIUM GIRLS - Ihr Kampf um Gerechtigkeit" von Cy. Frauen* verdienen endlich ihr eigenes Geld indem sie Zifferblätter von Uhren mit Radium bemalen, unwissend, dass sie deswegen tödlich erkranken können. Die Geschichte ist ein Anstupser zu dem Geschehen. Wer sich in die Thematik vertiefen möchte, benötigt fortführende Literatur.
"Radium Girls - Ihr Kampf um Gerechtigkeit" von Cy hier in der Buchhandlung Kronengasse online bestellen.

"Frauen, die die Kunst revolutioniert haben" von Valentina Grande und Eva Rossetti

"Frauen, die die Kunst revolutioniert haben - Feministische Kunst" von Valentina Grande und Eva Rossetti ist eine farbenfrohe Graphic Novel über verschiedene Künstlerinnen. Für mich wars spannend, weil es nicht mein favorisiertes Thema war, ich aber durch die Leseform eines Graphic Novels leicht Zugang fand.
Die Graphic Novel hier im Librium bestellen.
Norina Schenker empfiehlt feministische Krimis:

"Frauen, die die Kunst revolutioniert haben" von Valentina Grande und Eva Rossetti

Mit grossem Vergnüngen habe ich den humoristischen Krimi "Mit einem Fuss draussen" von Anaïs Meier gelesen. In einer mittelgroßen Schweizer Stadt lauert einer im Schilf. Es ist Gerhard, selbsternannter Kommissär, schrulliger Protagonist und eigenwilliger Erzähler in Anaïs Meiers Debütroman. Am besten lässt ihr euch das Buch vorlesen, so dass ihr gemeinsam mit anderen herzhaft lachen könnt.
"Mit einem Fuss draussen" von Anaïs Meier hier direkt über den Verlag bestellen.

"Schwarze Petra" von Isabel Rohner

Krimiautorin Linn Kegel fiebert der Premiere ihres ersten Theaterstücks »Schwarze Petra« entgegen. Doch nichts läuft wie geplant: Der Intendant der Festung in Wien will Linns Stück unter vermeintlich männlichem Autorennamen auf die Bühne bringen. Und dann verschwindet auch noch die Hauptdarstellerin. Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen - oder steckt doch etwas anderes dahinter? Das Ensemble jedenfalls war mit der Besetzung der weißen Vero für die Rolle der Schwarzen Petra so gar nicht einverstanden. Linn Kegel nimmt die Ermittlung auf. Ein neuer »feministischer Kicherkrimi« voller skurriler Figuren und literarischer Anspielungen.
Zu "Schwarze Petra" von Isabel Rohner geht es hier
Die Bibliothek Obersiggenthal empfiehlt:

"Ozelot" von Rahel Senn

Eine literarische Hommage an die Kämpferinnen für die Rechte der Frau* in der Schweiz.
Ein Roman über eine Visionärin, die die Geschichte der Frauen* in der Schweiz verändert hat, die Feministin Iris von Roten.
Packend und unterhaltsam erzählt.


Zu "Ozelot" von Rahel Senn geht es hier

"Miroloi" von Karin Köhler

Die Geschichte einer rebellischen Außenseiterin auf einer griechischen Insel im 20. Jahrhundert.

Klappentext: Ein Dorf, eine Insel, eine ganze Welt: Karen Köhlers erster Roman erzählt von einer jungen Frau, die als Findelkind in einer abgeschirmten Gesellschaft aufwächst. Hier haben Männer das Sagen, dürfen Frauen nicht lesen, lasten Tradition und heilige Gesetze auf allem. Was passiert, wenn man sich in einem solchen Dorf als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen lernt, sich verliebt? Voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse erzählt "Miroloi" von einer jungen Frau, die sich auflehnt: Gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit.

Zu "Miroloi" von Karin Köhler geht es hier

"Eine Frage der Chemie" von Garmus Bonnie

Die Geschichte spielt in den USA der 60er Jahre. Elisabeth Zott, die Protagonistin, ist eine hochbegabte Chemikerin in einer von Männern dominierten Welt.

Ein Roman mit einer starken Protagonistin, die man nicht so schnell vergisst. Wunderbar geschrieben.

»In Elizabeth Zott verliebt man sich total. Sie ist so toll und natürlich dargestellt, dass ich sie sogar gegoogelt habe: Die muss es doch wirklich geben, habe ich gedacht! Lange habe ich nicht ein so unterhaltendes, witziges und kluges Buch gelesen wie dieses.« Elke Heidenreich
Zu "Eine Frage der Chemie" von Garmus Bonnie geht es hier

"Was wir Frauen wollen" von Isabel Allende

Was bedeutet es, eine Frau zu sein? Isabel Allende ist eine Ikone, eine weltweit geliebte Schriftstellerin und das Vorbild vieler Menschen. In diesem leidenschaftlichen, provokanten und inspirierenden Memoir hält sie Rückschau auf ihr Leben und schreibt über ihr wichtigstes Thema – es ist ein autobiografisches Erinnerungsdokumen einer großen Feministin.

Zu "Was wir Frauen wollen" von Isabel Allende geht es hier
2. Hinweise und Aktivitäten Runder Tisch
Aargauischer Katholischer Frauenbund
17. Sternmarsch – Unterwegs im Zeichen des gemeinsamen Friedens
Eingeladen sind alle Friedensbewegten, alle religiösen und kirchlichen Gemeinschaften wie: Verband Aarg. Muslime, Reformierte, Christkatholiken, Juden, Bahai, universelle S ufs und andere...
25. August 2022, 18 Uhr || im Reusspark, Niederwil/Gnadenthal || Mehr Infos hier


Online-Kurs: Digitale Zusammenarbeit – praktisch und effizient vernetzt
Wir alle stecken mittendrin im digitalen Wandel – ob im Alltag, im Büro oder in der Freiwilligenarbeit. Viele Möglichkeiten nutzen wir bereits regelmässig und in einer Selbstverständlichkeit. Anmeldung bis 15.9.2022 via info@frauenbund-aargau.ch
29. September 2022, 18 bis 21 Uhr || Online || Mehr Infos und Anmeldung hier


Bildung und Propstei, Schwerpunkt Frauen* und Gender
Shibashi: Himmel und Erde verbinden
Ruhe und Achtsamkeit erfahren. Shibashi ist Meditation in Bewegung und stammt wie Tai Ji und Qi Gong aus der chinesischen Heilkunst. Es umfasst 18 einfache Übungen, die poetische naturbezogene Namen tragen. Himmel und Erde, Geist und Körper, Verstand und Gefühl, gehören im Shibashi zusammen. Unter der Leitung von Susanne Andrea Birke, Theologin QiGong- und JSJ-Selbsthilfelehrerin, Atemtherapeutin.
5. Juli 2022, 18 bis 19 Uhr || Sebastianskapelle, Kirchplatz Baden || Anmeldung und mehr Infos hier

Shibashi: Atem Pause
Durchatmen, Innehalten und zur Ruhe und mir selbst kommen. Bewegt und in Stille lassen wir die Alltagshetze hinter uns. Wir wollen Seele, Geist und Körper eine Atempause gönnen. Himmel und Erde, Geist und Körper, Verstand und Gefühl, gehören im Shibashi zusammen. Die 18 heilenden Bewegungen des Shibashi basieren auf dem steten Wandel des Lebens. Er zeigt sich im Atem ebenso wie in den Jahreszeiten. Shibashi ist für Menschen jeden Alters geeignet und bedarf weder körperlicher Fitness, noch Vorkenntnissen.  Unter der Leitung von Susanne Andrea Birke, Theologin QiGong- und JSJ-Selbsthilfelehrerin, Atemtherapeutin.
2. September 2022, 9 bis 10:30 Uhr || Pfarreisaal St. Sebastian, Wettingen || Anmeldung und mehr Infos hier

Gottesdienst: Gleichberechtigung.Punkt.Amen. Maria von Magdala

In den Spuren von Maria von Magdala, der glaubensstarken Verkündigerin der Auferstehung, feiert die Fachstelle Bildung und Propstei zusammen mit verschiedenen Pfarreien im Aargau ab sofort an jedem 22. des Monats einen Gottesdienst vor der Kirchentüre.
22. Juli 2022, 18:30 Uhr || vor der Kath. Kirche Meisterschwanden || gestaltet von: Gemeindeleiterin Dorothea Wey und Claudia Nothelfer

22. August 2022, 19 Uhr || vor dem Pfarreizentrum Bergli, Bergdietikon || gestaltet von: Pfarreiseelsorger Michael Jablonowski und Susanne Andrea Birke
Mehr Infos zu den Veranstaltungen
hier


Frauenrechte beider Basel (frbb)

Wechsel in der Geschäftsführung bei frbb/frauenrechte beider basel
Annemarie Heiniger wird ab 1. Juli 2022 nicht mehr geschäftsführendes Mitglied des Vorstandes sein, sie gibt diese Funktion ab an Erika Paneth und bleibt uns glücklicherweise im Vorstand erhalten. Ihre Leistungen sind kaum bemessbar und Erika Paneth übernimmt ein gut vernetztes und korrekt bewirtschaftetes Sekretariat.

Jahresdelegiertenversammlung des Schweizerischer Verband für Frauenrechte/SVF-ADF Suisse
Präsidiumswechsel bei SVF-ADF per Ende 2022: Turnusgemäss übergibt frbb, die Basler Sektion von SVF-ADF, nach drei Jahren, die Verbands-Leitung an die Sektion Waadt. Laut Statuten rotiert das SVF-ADF-Präsidium alle 2-4 Jahre unter den Sektionen. Neu wird als Präsidentin gewählt: Martine Gagnebin.

Bericht zur Veranstaltung "Unsichtbare Stolpersteine für Frauen“
Die Veranstaltung fand grosses Echo- wir hatten auch hervorragende Sprecherinnen. Das Grusswort überbrachte Jo Vergeat, Präsidentin des Grossen Rates Basel-Stadt. Sie ist nicht nur die jüngste Grossratspräsidentin aller Zeiten in Basel, sondern politisiert auf eine beinahe intim-offene und auf jeden Fall sehr feministische Art. Das erste Referat von Prof. Dr. med. Dr. sc. nat. Cathérine Gebhard „Kleiner Unterschied mit grossen Folgen“ hat uns eindrücklich gezeigt, welche Folgen es hat, dass die medizinische Forschung und wissenschaftliche Tests fast ausschliesslich an Männern durchgeführt werden. Eva Herzog, Ständerätin Basel-Stadt und ehem. Finanzdirektorin, zeigte in ihrem Kurzreferat „Mit verbesserter Datenlage Frauen sichtbar machen“, wie wenig versucht wird, in einer von Daten beherrschten Welt auch Daten über die Realität der anderen Hälfte der Menschheit zu beschaffen. Ruth-Gaby Vermot-Mangold, Präsidentin FriedensFrauen Weltweit und ehemalige Nationalrätin, machte uns im Kurzreferat “Aus kaputt Hoffnung schaffen?“ bewusst, wie viele Frauen in Krisen- und Kriegsgebieten mutig und subversiv für den Frieden arbeiten. Franziska Matter, Soziokulturelle Grünraumgestalterin / Umweltingenieurin / gelernte Gärtnerin, bringt mit ihrem Kurzreferat „Raum einnehmen!“ auf den Punkt, was es bedeutet, aus dem öffentlichen Raum ins Private verbannt zu werden. Sarah Blum, Députée au Grand Conseil neuchâtelois, Présidente du groupe Vert-Pop, Enseignante d’allemand et d’histoire, erklärte uns in ihrem Referat „Être une femme dans un Parlement majoritairement féminin“, dass sich allein auf Grund einer Frauen-Mehrheit im Parlament nicht unbedingt Frauenanliegen durchsetzen lassen.

frbb mischt sich ein.
In Basel-Stadt soll ein neues Gleichstellungsgesetz verabschiedet werden, wo die Abteilung Gleichstellung nun zur Abteilung Gleichstellung und Diversität werden soll. Das geht eindeutig auf Kosten der Gleichstellungsbemühungen zwischen Mann und Frau. Und die Aufgaben, die zum diesem Themenkreis gehören, werden gleichgestellt mit den Bedürfnissen der LGBTIQ-Gemeinde. Wir sehen dies als Rückschritt zu unseren Bemühungen, um gleichen Lohn zwischen Mann und Frau, aufgeteilte Familien- und Care-Arbeit etc.. Denn die Gleichstellung von Frauen (51% der Bevölkerung) ist noch lange nicht erreicht. Deshalb haben wir eine überparteiliche Arbeitsgruppe „Text“ gegründet, die den Gesetzestext modifiziert. Und Ende Sommer wird ein überparteiliches Gremium „Gleichstellung – jetzt!“ gegründet, um politischen Druck auf das Parlament und die Regierung ausüben zu können.

3. Hinweise der Einzelmitglieder von frauenaargau

Hier können Mitgliedsfrauen* von frauenaargau ihre Aktivitäten oder Hinweise auf Veranstaltungen in ihrer Region platzieren lassen. Einfach ein Mail an newsletter@frauenaargau.ch schreiben. Wir freuen uns, wenn ihr eure Hinweise hier im Newsletter teilt.

Femmes Sapiens: Frauenstammtisch
Der Verein bezweckt das historische Vermächtnis von Frauen der Region Brugg und weiteren Bezirken in einer Plattform aufzubereiten und sichtbar zu machen. Protagonistinnen sind Frauen* von jung bis weise, von stillen Schafferinnen bis im Rampenlicht stehende. Alteingesessene, zugezogene und immigrierte Familienfrauen*, Fachfrauen*, Künstlerinnen und Lebenskünstlerinnen. Der Verein will im Rahmen eines Projekts mit den Frauenstimmen Mikrogeschichten einfangen, die Kraft der Region aufzeigen, Visionen von Migrantinnen sehen, das Wissen über den Ort weitergeben und eine neue Erinnerungskultur schaffen. Femmes Sapiens soll in andere Regionen der Schweiz strahlen.
29. August 2022, 19:30 Uhr || Odeon Brugg || Mehr Infos hier


Ausbildung zum myPeer Coach
Betroffene coachen Betroffene – Besondere Situationen brauche eine besondere Wegbegleitung.
Wenn Menschen verunfallen oder schwer erkranken, stellen sich ihnen und ihren Angehörigen tausend Fragen. Vielleicht ist ihre Existenz bedroht oder sie zweifeln, ob so ein sinnerfülltes Leben möglich ist. Wer selber einst die gleiche Erfahrung gemacht hat, kennt diese Ängste bestens. Erfahrene Betroffene coachen neu Betroffene – das ist die Vision des in Langenthal BE gegründeten Vereins myPeer. Er bildet dazu professionelle Coaches aus und vereint diese dann zu einem späteren Zeitpunkt auf der Plattform www.mypeer.ch. Der Lehrgang 3 findet von Mitte November 2022 bis Ende April 2023 statt und es sind auch weitere Lehrgänge geplant. Mehr Infos auf der Website hier
Gesucht sind nun Jugendliche, Erwachsene und Menschen im Ruhestand, die mit einer Behinderung, einer chronischen Krankheit, einem Schicksalsschlag, einer Sucht oder einer besonderen Lebenserfahrung leben – wie auch deren Angehörige. Durchgeführt wird der Lehrgang vom Verein myPeer, in Zusammenarbeit mit dem Coachingzentrum Olten. Das Anmeldeformular und mehr Informationen zur Ausbildung zum myPeer Coach hier


4. Gute Neuigkeiten und Errungenschaften

Podcast von Kanal K: Feminismus in der Schweiz
An der Jubiläumsveranstaltung von frauenaagau im Mai waren zwei junge Kanal K Ausbildungsredaktorinnen vor Ort und haben Tonaufnahmen und Interviews gemacht. Diese haben sie in einen fantastischen Beitrag ingegriert, der am 3.6.2022 live gesendet. Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Frauen* in der Schweiz haben Jana Heimgartner und Shannon Hughes mit der Studiogästin Janice Ackermann, die antirassistische Aktivistin und intersektionale Feministin ist, diskutiert. Hier kannst du dir die ganze Sendung anhören.

(Foto von Fiona Piola, FionaArts)
Aus dem Parlament: Geschlechterperspektiven in der Medizin sollen gefördert werden
Mit zwei Motionen will die Kommission die Geschelchterperspektiven in der Medizin fördern.Geschlechterspezifische Unterschiede und besonder frauenspezifische Krankheiten sollen besser erforscht werden, damit diese rascher erkannt und effizient behandelt werden können. Die Kommission greift damit im Grundsatz die Anliegen von zwei Petitionen der Frauensession auf. Ausserdem soll ein weiteres wichtiges Anliegen der Frauensession 2021 (21.2042 wurde einstimmig vom Ständerat an den Bundesraat überwiesen) bearbeitet werden: Die Aufwertung der Erziehungs- und Betreuungsgutschriften soll geprüft und aufgezeigt werden, wie die Anspruchsvoraussetzungen niederschwelliger gestaltet und die Gruppe der Anspruchsberechtigten (z.B. auf Grosseltern) erweitert werden können.


Motion zur Verschärfung der Lohngleichheitsanalysen eingereicht
Am 14. Juni 2022 wurde im Grossen Rat von ArbeitAargau-Vize-Präsidentin Silvia Dell’Aquila im Namen der Fraktion der Grünen und der SP eine Motion zur Verschärfung der Lohngleichheitsanalysen eingereicht. Die Motionär:innen verlangen vom Regierungsrat die Schaffung von gesetzlichen Grundlagen, um die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern verstärkt bekämpfen zu können, insbesondere indem die Vorgaben betreffend Lohngleichheitsanalysen gemäss Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann auf kantonaler Ebene verschärft werden. Mit einer Analysepflicht ab 50 Mitarbeitenden, behördlichen Kotrollen und entsprechenden Konsequenzen bei Nichteinhalten der Vorgaben ginge der Kanton Aargau den geschlechterspezifischen und diskriminierenden Lohnunterschieden zwischen Frauen und Männern endlich mit griffigen Massnahmen an den Kragen. Im Kanton Jura wurde die Initiative «Egalité salariale: concrétisons!», welche ähnliche Forderungen beinhaltete, am 13. Juni 2021 mit sage und schreibe 88 Prozent angenommen. Nun liegt es beim kantonalen Parlament und der Regierung zu zeigen, dass Lohngleichheit und Gleichstellung auch hier mehr sind als symbolträchtige Begriffe und der Kanton Aargau ebenfalls bereit ist, sich flächendeckend und effektiv für diskriminierungsfreie Löhne einzusetzen. (Text aus der Medienmitteilung von ArbeitAargau)
Löhne Schweizer Profi-Fussballerinnen werden angehoben
Die Schweizer Profi-Fussballerinnen erhalten neu die gleichen Prämien wie ihre männlichen Kollegen. Die Löhne bleiben jedoch bei den Frauen* weiterhin viel tiefer. Und auch die FiFA und UEFA verteilen viel mehr Geld an Männer als an Frauen*. So wurde bei der Männer-Fussball-EM im vergangenen Jahr rund 14 Mal mehr Geld verteilt als nun bei der Frauen*-EM in diesem Sommer. Zum Watson-Artikel geht es hier

5. Rund um Gleichstellung

Bibliotalk: Grauzonen gibt es nicht
Wie wir uns gegen sexuelle Belästigung einsetzen können. Was ist noch ein Flirt und was ist schon ein Übergriff? Diese Frage wird seit Beginn der #Metoo-Bewegung besonders oft gestellt. Das Problem sei unauflösbar, vieles würde sich in einer Grauzone bewegen, so ein beliebtes Argument.
Tatsächlich lässt sich so nur argumentieren, wenn erfahrungsbasiertes Wissen um Machtmissbrauch ausgeblendet wird. Mit entsprechenden Argumenten werden allgegenwärtige Mythen rund um sexuelle und sexistische Belästigung und Machtmissbrauch unhinterfragt weitergegeben.
13. Juli 2022, 18 bis 19:30 Uhr || Fachstelle für Gleichstellung, Stadthausquai 17, Zürich oder Online || Mehr Infos hier

"Süss" von Ann-Kristin Tlusty

Ein Buch, das unsere Annahmen über Gleichberechtigung erschüttern wird. Souverän, scharfsinnig, lustig und analytisch Theresia Enzensberger Plötzlich sind alle Feminist*innen. Bloß kann von echter Gleichberechtigung keine Rede sein. Warum wirken überholte Strukturen fort? Wie lassen sie sich abwracken? Ann-Kristin Tlusty betrachtet die inneren und äußeren Zwänge, die das Leben von Frauen auch heute prägen: Noch immer wird ihnen abverlangt, sanft die Sorgen und Bedürfnisse der Gesellschaft aufzufangen.
"Süss" von Ann-Kristin Tlusty hier bestellen.
Podcast von Tagesanzeigerin mit Patrizia Laeri: Was Frauen* über Geld wissen sollten
Geld betrifft Frauen* besonders, denn sie sind noch immer benachteiligt. Wieso und wie sich dies ändern kann, erklärt Patrizia Laeri in der neuen Folge. Es beginnt beim Sackgeld (Pocket Money Gap), geht über den Lohn (Gender Pay Gap) und endet bei der Altersvorsorge (Pension Gap): Die Gleichstellung von Frauen* und Männern in Sachen Geld ist noch längst nicht erreicht. Patrizia Laeri, Wirtschaftsjournalistin und Mitgründerin der Finanzplattform für Frauen* ElleXX, erklärt wie es gelingen könnte, diese Gaps zu verkleinern. Ausserdem: erzählen Priska Amstutz und Annik Hosmann von ihren eigenen Erfahrungen in Sachen Finanzbildung und weshalb wir mehr über Geld sprechen sollten.
Zum Podcast geht es hier



"Wir müssen über Geld sprechen" von Otegha Uwagba

Wie Geld, Klasse und Herkunft zusammenhängen und warum wir uns alle dringend damit beschäftigen sollten: Bestsellerautorin Otegha Uwagba widmet sich diesen wichtigen Fragen mit einem klugen, heutigen und weiblichen Blick. Otegha Uwagba ist erfolgreiche Autorin, Rednerin und Unternehmerin und ein Vorbild für zahlreiche Frauen, wenn es um Beruf, Karriere und modernen Lifestyle geht.
"Wir müssen über Geld sprechen" von Otegha Uwagba hier bestellen.
Online-Veranstaltung von Economiefeministe: Inflation! Was tun?
Die Inflation steigt weltweit in vielen Ländern an. Doch was sind die Ursachen? Lässt sich diese Inflation mit früheren Phänomenen dieser Art vergleichen? Denn jede Inflation ist anders – was treibt sie dieses Mal an und welche Gegenmittel werden diskutiert? Und vor allem: was ist zu tun?
Ursula Scheidegger, Mascha Madörin und Christine Rudolf stellen ihre Beiträge zum Thema vor und eröffnen danach die Diskussion. Von Zuhören und Lernen über Fragen stellen bis Mitdiskutieren ist alles erlaubt.
Die Veranstaltung vom Juni wurde auf September verschoben.
5. September 2022, 19:00 Uhr || Online || Anmeldung hier

6. Kulturtipps im Aargau und Region

Freilichtkino: Ninjababy
Rakel fällt aus allen Wolken, als sie erfährt dass sie schwanger ist - und dies bereits im sechsten Monat. An erster Stelle steht für sie ihre Karriere als Comiczeichnerin oder Astronautin oder Försterin oder Bierverkosterin, anstatt das Mutterwerden. Doch nun muss sich Rakel mit mütterlichen Instinkten, Gefühlen und dem Ninjababy und dessen Wünschen auseinandersetzen. Ein mit viel Witz und erfrischend frech erzählter Film über eine ungewollte Schwangerschaft. 
11. Juli 2022, ca. 21:30 Uhr || Freiluftkino, Baden auf den Parkhaus Gartenstrasse || Mehr Infos und Tickets hier


Führung: Geschichten von Frauen*
Als Hexe verbrannt, als Dienstbotin schikaniert, als mildtätige Adelige verehrt, als kämpferische Künstlerin, Industriellentochter oder Politikerin bewundert – diese Stadtführung rückt die Frauen* der Badener Geschichte ins Zentrum. Highlight: Parkbesuch der Villa Boveri 
13. Juli 2022, 18 bis 19:30 Uhr || Info Baden || Mehr Infos und Tickets hier


Konzert: EVELYN & KRISTINA BRUNNER
Durch den Background aus der Schweizer Volksmusik und das Interesse an Musik aus unterschiedlichen Stilrichtungen formte sich ein eigener Sound, der mit der Besetzung von Kontrabass, Schwyzerörgeli und Cello ideal umgesetzt werden kann. Dieser Anlass findet in Kombination mit der ODEONAir Vorpremiere von DRII WINTER statt.
21. Juli 2022 || Odeon Garten, Brugg || Mehr Infos und Tickets hier


Konzert: PINA PALAU
Pina Palau, Singer-Songwriterin aus Zürich, lässt uns mit ihren Liedern staunen, schmunzeln, Alltägliches und Altbekanntes in einem neuen Licht sehen. Die Musik von Pina Palau macht gleichzeitig froh und nachdenklich. Sie entführt uns in Alptäler und den amerikanischen Westen, vereint Folk mit Rock und Indie, melancholische Mundharmonika mit verzerrten Gitarrenriffs, erinnert an Künstlerinnen wie Phoebe Bridgers, Lucy Dacus oder Big Thief und ist doch etwas ganz Eigenes.
3. August 2022 || Odeon Garten, Brugg || Mehr Infos und Tickets hier


Klimaspaziergang in Aarau
Wo brennt in Rohr die Hitze gnadenlos und wie verschaffen wir uns Kühlung an heissen Tagen? Wie verändert der Temperaturanstieg unsere Wohnumgebung und wie können wir darauf reagieren? Unterwegs messen wir die Oberflächentemperaturen, blicken in die neuen Klimakarten und beschäftigen uns mit den Klimaprognosen für Rohr. Der Anlass gibt praktische Einblicke in verschiedene Möglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel. Nach dem Anmeldeschluss erhalten alle Angemeldeten per E-Mail die Angaben zum genauen Treffpunkt. Bei Bewölkung oder Regen wird der Anlass auf den 17. August 2022 verschoben. Die Kosten für den Klimaspaziergang trägt die Stadt Aarau.
10. August 2022, 17:15-19:15 Uhr || Aarau, Stadtteil Rohr || Mehr Infos und Anmeldung hier

7. Diverses

Save the Date: Trans Congress vom 15.-16. Oktober 2022
Der Trans Congress wird dieses Jahr wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden! 
Reservieren Sie sich den 15. und 16. Oktober für ein Wochenende voller Begegnungen und Informationen in Bern.
Das Organisationskomitee braucht dich! Sie suchen motivierte Personen, um das Team zu verstärken, insbesondere: 
  • Freiwillige, die am Kongresswochenende unterstützen
  • Koordinator*innen für die Organisation (Workshops, Logistik)
  • Personen mit Ideen für Workshops, Input, Gesprächsgruppen, etc.
  • Trans*-inklusive Organisationen oder Verein, die Interesse an einem Stand auf dem Trans Congress haben, um sich zu präsentieren. 
Zögere nicht, das OK zu kontaktieren: congress@tgns.ch - Sie freuen sich auch über deine Rückmeldungen und Vorschläge!

Tipps aus dem Literaturclub von Flavia Kleiner

Im Literaturclub vom SRF empfiehlt Flavia Kleiner, Historikerin und Politstrategin, folgende Bücher: "Amur, grosser Fluss" von Leta Semadeni und "Die Verlockung des Autoritären" von Anne Applebaum.
Hier kannst du dir den Literaturclub anschauen.
 
für frauenaargau
Norina Schenker

frauenaargau.ch

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Verein frauenaargau
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